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Banken Deutsche Bank lenkt im Streit um Immobilienfonds ein

02.02.2006 ·  Die Deutsche Bank will die umstrittene Schließung eines offenen Immobilienfonds rückgängig machen und Anleger im Fall von Verlusten entschädigen. Dafür hat die Bank Rückstellungen in Höhe von rund 200 Millionen Euro gebildet.

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Die Deutsche Bank will die umstrittene Schließung eines offenen Immobilienfonds rückgängig machen und Anleger im Fall von Verlusten entschädigen. „Es ist notwendig, daß der Fonds wieder geöffnet wird und geöffnet bleibt“, sagte Finanzvorstand Clemens Börsig am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Frankfurt.

Er deutete an, daß die Bank den Fonds im Fall von Liquiditätsproblemen unterstützen werde. Der Immobilienbestand des Fonds „Grundbesitz-invest“ wird derzeit neu bewertet. Ein Ergebnis wird für Ende Februar erwartet.

Nun sollen alle Fonds-Anleger entschädigt werden

Die Schließung des Immobilienfonds, die überraschend im Dezember erfolgte, war die erste in der Geschichte dieser Anlageform und erntete Kritik von allen Seiten. Wegen der Unsicherheit in den Märkten mußten seither zwei weitere Fonds eines anderen Anbieters schließen. Nach wie vor gilt die Gefahr einer panikartigen Flucht aus offenen Immobilienfonds als nicht vollständig gebannt.

Video: Deutsche Bank meldet Rekordgeschäft

Die Deutsche Bank will nun bei möglichen Verlusten alle Anleger entschädigen, die in den Fonds vor der Schließung investiert hatten. Dafür wurden im Jahresabschluß 2005 Rückstellungen in Höhe von rund 200 Millionen Euro gebildet. Bisher hatte es geheißen, daß nur diejenigen, die innerhalb der vergangenen zwei Jahre Anteile erworben hatten, entschädigt werden sollen.

Ackermann weist Kritik an der Schließung zurück

Ob dieses Einlenken der Deutschen Bank am Ende für sie finanzielle Mehrbelastungen bringt und damit mehr als symbolischen Charakter hat, kann allerdings erst beurteilt werden, wenn die Höhe der Neubewertung bekannt ist. Anleger können nun zumindest damit rechnen, daß sie ihre ursprüngliche Investition zurückerhalten.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann wies die öffentliche Kritik an der Fondsschließung zurück: „Wir tun uns schwer damit, weil wir nach den Spielregeln spielen müssen, die weltweit gelten.“ Wäre der An- und Verkauf von Fondsanteilen trotz der Neubewertung weiterhin möglich gewesen, hätten Aktionäre die Bank wegen Untreue verklagen können. Die Kritik richtete sich unter anderem gegen die Praxis von Banken, offene Immobilienfonds als besonders sichere Anlage angepriesen zu haben.

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Von Heike Göbel

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