http://www.faz.net/-gqe-73nkh

Bank : Goldman Sachs meldet hohen Gewinn

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

1,5 Milliarden Dollar hat die Bank Goldman Sachs in den vergangenen drei Monaten verdient. So taucht sie aus einem monatelangen Tal auf.

          Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs hat wieder mehr Erfolg. Im dritten Quartal verdiente die Wall-Street-Größe dank einer verbesserten Stimmung an den Finanzmärkten unter dem Strich rund 1,5 Milliarden Dollar, wie sie am Dienstag in New York mitteilte. Das war deutlich besser als von Analysten erwartet.

          Vor einem Jahr hatte das Institut angesichts der Schuldenkrise in Europa rund 400 Millionen Dollar Verlust gemacht. Es war überhaupt erst der zweite Quartalsverlust in der Goldman-Geschichte. Bislang tat sich die Bank schwer, sich davon zu erholen. So sackten die Erträge im ersten Halbjahr auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren.

          Konjunkturhilfen der Notenbank zahlen sich aus

          Nun sieht die Welt für Goldman, das gerade auch einen neuen Finanzchef bekommt, wieder viel freundlicher aus. Die milliardenschweren Konjunkturhilfen der amerikanischen Notenbank Fed zahlen sich bei den Banken aus. Vor allem kommt der Häusermarkt und der Handel mit Krediten wieder in Schwung. So konnte Goldman im dritten Quartal die Erträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 8,4 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln.

          Neben den privaten Häuslebauern nutzen auch viele Unternehmen in den Vereinigten Staaten die niedrigen Zinsen zum Umschulden. Das ließ bei Goldman im dritten Quartal die Gebühren um fast zwei Drittel steigen. Zudem stieg der Wert von eigenen Anlagen, die vor einem Jahr noch maßgeblich für den Verlust verantwortlich gewesen waren.

          Noch recht schwach lief das Beratungsgeschäft bei Firmenübernahmen. Im Sommer gingen die Einnahmen daraus sogar leicht zurück. Allerdings haben sich die Aussichten zuletzt deutlich verbessert. International gibt es wieder mehr Bewegung an den Märkten - so stehen mehr Börsengänge an.

          Zudem scheint das Übernahmegeschäft wieder an Fahrt zu gewinnen. So ist Goldman Sachs neben der Deutschen Bank einer der wichtigsten Berater bei der 20 Milliarden Dollar schweren Übernahme des amerikanischen Mobilfunkunternehmens Sprint durch den japanischen Mischkonzern Softbank. Allein aus diesem Geschäft winken satte Gebühren.

          Quelle: FAZ.net / dpa

          Weitere Themen

          10 Milliarden Euro für Elektro-Antrieb Video-Seite öffnen

          VW in China : 10 Milliarden Euro für Elektro-Antrieb

          Der Wolfsburger Autobauer steckt in China zehn Milliarden Euro in die Entwicklung sogenannter „New Energy Vehicles“. Die von China verlangte Quote für Elektroautos sieht vor, dass ab 2019 zehn Prozent des Jahresabsatzes der Hersteller aus E- und Hybrid-Fahrzeugen bestehen.

          Topmeldungen

          Die FDP und Jamaika : Lindner fehlt das Vertrauen

          Die FDP war, was den Erfolg der Jamaika-Sondierungen angeht, nie besonders zuversichtlich. Da sie fürchtete, keines ihrer Projekte verwirklichen zu können, hat sie ein Versprechen platzen lassen.
          Post-Vorstand Jürgen Gerdes schaut aus einem Streetscooter heraus.

          F.A.Z. exklusiv : Die Post will mehr Porto und weniger Regulierung

          „Mit 70 Cent liegen wir in Deutschland immer noch deutlich unter dem europäischen Durchschnitt“, sagt Postvorstand Jürgen Gerdes im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Und neue Rekorde stellt er auch in Aussicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.