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Autozulieferer Schaeffler plant sechs Monate Kurzarbeit

02.02.2009 ·  Der Autozulieferer Schaeffler kürzt angesichts der Absatzkrise in der Autoindustrie die Arbeitszeit. An der überwiegenden Zahl der 25 deutschen Standorte werde demnächst Kurzarbeit gefahren. Details werden am Dienstag genannt. Denkbar sei, dass viele Betriebe die Faschingswoche über schließen.

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Der Autozulieferer Schaeffler kürzt angesichts der Absatzkrise in der Autoindustrie die Arbeitszeit. An der überwiegenden Zahl der 25 deutschen Standorte werde demnächst Kurzarbeit gefahren, sagte ein Firmensprecher am Montag. Die Kurzarbeit werde in der Regel wohl sechs Monate dauern, sagte Sprecher Detlef Sieverdingbeck am Montag in Herzogenaurach.

Der Schaeffler-Konzern hat in Deutschland rund 25 Standorte mit etwa 31.000 Mitarbeitern. Wie viele es treffe und wie stark die Stundenzahl gesenkt wird, will die Firma nach für Dienstag geplanten Betriebsversammlungen nennen. Denkbar sei, dass viele Betriebe die Faschingswoche über - dann sind in Bayern ohnehin Schulferien - schließen.

Die Vereinbarungen seien je nach Standort und Werk unterschiedlich. Betroffen seien vor allem die Mitarbeiter des Sektors Automotive - in der Industrieproduktion dagegen sei die Auftragslage besser, teilweise sogar noch sehr gut, zum Beispiel bei Lagern für Windkraftanlagen, sagte der Konzernsprecher. Um Werke für ganze Tage schließen zu können, sollten ausfallende Tage zusammengelegt werden. Wenn Schaeffler an Freitagen oder Brückentagen schließe, sei das auch für die Arbeitnehmer angenehmer.

Bitte um Staatshilfen stößt auf taube Ohren

Wegen hoher Schulden nach der Übernahme des Autozulieferkonzerns Continental hatte Schaeffler den Staat um Hilfe gebeten. Schaeffler betonte, dass es in den Gesprächen mit Bund und Ländern um eine zeitlich begrenzte, finanzielle Überbrückung handele (siehe auch SPD-Fraktionschef: Kein Staatsgeld für Schaeffler).

Die Bitte stößt in der Politik indes auf taube Ohren. Kanzlerin Angela Merkel sagte in Berlin: "Wir werden nicht die Zeche für riskante Unternehmensentscheidungen zahlen." Der Steuerzahler könne nicht immer einspringen, betonte die CDU-Chefin. Schaeffler hatte für die Übernahme von 90 Prozent der Conti-Aktien zehn Milliarden Euro Kredit aufgenommen. Auch der Fraktionschef der SPD im Bundestag, Peter Struck, lehnte die Hilfsforderung ab. "Wir sind strikt gegen weitere Staatshilfe für Unternehmen, die selbstverschuldete Kreditschwierigkeiten haben

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