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Autozulieferer Noch eine Panne bei Bosch

11.02.2005 ·  Wegen möglicher Probleme mit Bremskraftverstärkern von Bosch hat General Motors in Amerika 155.000 Pickups und Geländewagen in die Werkstätten zurückgerufen. Deutsche Hersteller sind nicht betroffen.

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Die Probleme beim weltgrößten Autozulieferer Bosch reißen nicht ab. Wegen eines defekten Bremskraftverstärkers muß der amerikanische Autokonzern General Motors (Detroit) mehr als 155.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen. Zuvor hatte eine fehlerhafte Bosch-Dieseleinspritzpumpe die Produktion von Diesel-Modellen bei Daimler-Chrysler und BMW zeitweise zum Stillstand brachte. „Es hat sich in sehr wenigen Einzelfällen gezeigt, daß ein zugeliefertes Einzelteil für die Bremskraftverstärker unter Umständen nicht die gewünschte Funktion erbringen kann“, sagte ein Bosch-Sprecher am Freitag in Stuttgart.

Die vier deutschen Automobilhersteller sind nicht von den Qualitätsproblemen betroffen. Das für den Rückruf bei GM verantwortliche Produkt werde speziell für SUV und Pick-ups des amerikanischen Herstellers gefertigt, heißt sagte der Bosch-Sprecher. Das Thema sei somit auf Nordamerika begrenzt. Der betroffene Bremskraftverstärker (Hydro-Boost-Systeme) sei speziell an die GM-Bedürfnisse bei Geländewagen (SUVs), Vans und Pickups angepaßt worden.

Hummer H2, Chevy Avalanche, Express...

General Motors hatte am Donnerstag abend in Detroit mitgeteilt, daß die 2004/05er-Modelle der Fahrzeugtypen Hummer H2, Chevy Avalanche, Express, Kodiak, Silverado, Suburban, GMC Savanna, Sierra, Topkick sowie Yukon betroffen sind. In diesen Fahrzeugen seien die Luftdruck-Bremsen eingebaut. Bei diesen könnten Angaben auf der Homepage der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA zufolge Risse dazu führen, daß Flüssigkeit austritt und die Bremsleistung vermindern, so daß es zu Unfällen kommen könnte.

Unterdessen läuft die Produktion der Common-Rail-Einspritzpumpe für Mercedes-Benz, BMW, Audi und andere Hersteller wieder auf Hochtouren. Bei BMW sind 21 500 Autos, bei Mercedes rund 30000 Fahrzeuge von der Panne betroffen. Bosch hatte Verschleißerscheinungen der Teflonbeschichtung an zugelieferten Lagerbuchsen der Pumpe festgestellt. Über die Kosten der Panne, die auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt werden, wollen Bosch und die Autokonzerne demnächst verhandeln. Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp hatte sich am Donnerstag zuversichtlich gezeigt: „Ich bin sicher, daß wir eine Einigung mit Bosch finden.“

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