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Autozulieferer Bei Schaeffler drohen Konflikte

 ·  Dem angeschlagenen Automobilzulieferer Schaeffler droht ein schwerer Konflikt mit der IG Metall und der Belegschaft. Grund ist ein geplanter drastischer Stellenabbau. Die Arbeitnehmer planen an diesem Mittwoch Protestaktionen.

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Dem angeschlagenen Automobilzulieferer Schaeffler droht ein schwerer Konflikt mit der IG Metall und der Belegschaft. Grund ist ein geplanter drastischer Stellenabbau. Die Arbeitnehmer planen an diesem Mittwoch nach den Betriebsversammlungen Protestaktionen und Demonstrationen etwa in Herzogenaurach und in Schweinfurt, sollten sich die Spekulationen über eine, wie es hieß, „Arbeitsplatzvernichtung“ bewahrheiten. Bis in den Dienstagabend hinein tagte der Wirtschaftsausschuss, in dem die Geschäftsführung die Arbeitnehmervertreter über die Abbaupläne informierte.

Die Beschäftigten werden darüber an diesem Mittwoch unterrichtet. In der vergangenen Woche kursierten Gerüchte über das Ausmaß. So sollen insgesamt 8000 Arbeitsplätze verlorengehen, davon 5000 der 28.000 Stellen im Inland. Begründet werden die Schritte mit der Krise in der Autoindustrie. Die sinkende Nachfrage hat bereits Kurzarbeit für 20.000 Beschäftigte im Inland verursacht.

Sanierungskonzept ohne Gläubigerbanken verfasst

Eine scharfe Konfrontation mit der IG Metall wird nicht ausgeschlossen. Mit ihr hatte die Schaeffler-Familie im Februar ein Bündnis geschlossen, um Rückendeckung für erbetene Staatshilfe zu erhalten. Dafür räumte die Familie bis dahin Undenkbares ein: die Mitbestimmung. Außerdem sicherte Schaeffler zu, keine betriebsbedingten Kündigungen vorzunehmen.

Just vor der Bekanntgabe der Einschnitte soll die Schaeffler-Geschäftsführung Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) ein seit Monaten erwartetes Sanierungskonzept vorgelegt haben, das Grundlage für eine Entscheidung der Bundesregierung für Hilfen sein soll. Allerdings soll dieses Konzept von der Familie stammen und nicht mit den Gläubigerbanken abgestimmt worden sein. Ohne die ist im hochverschuldeten Unternehmen kaum eine Lösung möglich.

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Jahrgang 1958, Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

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