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Automobilzulieferer Continental verfehlt die Erwartungen

03.08.2006 ·  Hohe Rohstoffpreise machen der Continental AG zu schaffen: Der Automobilzulieferer und Reifenhersteller hat im zweiten Quartal einen geringeren Nettogewinn erzielt als prognostiziert.

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Der Nettogewinn des Reifenherstellers und Autozulieferers Continental AG ist im zweiten Quartal von 244,6 Millionen Euro auf 201,7 Millionen Euro gesunken. Das Unternehmen verfehlte damit die Erwartungen der Analysten, die 234 Millionen Euro prognostiziert hatten.

Maßgeblich dafür waren unter anderem Belastungen aus den hohen Rohstoffpreisen im ersten Halbjahr von 158 Millionen Euro. In den ersten drei Monaten waren es 79 Millionen Euro gewesen. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurde den Angaben zufolge von April bis Juni ein Rückgang auf 369,6 Millionen Euro verzeichnet. Im Vorjahresquartal hatte der Gewinn vor Zinsen und Steuern bei 404,8 Millionen Euro gelegen.

Sonderfaktoren beeinflussen operatives Ergebnis

Zwei Sonderfaktoren hatten Einfluß auf das Ebit. Einerseits waren im zweiten Quartal Aufwendungen für die Schließung der Pkw-Reifenproduktion im amerikanische Werk Charlotte sowie Restrukturierungen im britischen Werk Ebbw Vale verbucht worden mit Kosten von rund 65,2 Millionen Euro. Zudem hatte Continental im Vorjahresquartal einen Einmalertrag durch Änderungen bei den Pensionsrückstellungen in den Vereinigten Staaten von 27 Millionen Euro erzielt.

Bereinigt um diese Effekte habe der Konzern operativ aber ein Gewinnwachstum verzeichnet, sagte der Vorstandsvorsitzende Manfred Wennemer. „Wir haben uns im zweiten Quartal 2006 gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres im Ebit bereinigt um Konsolidierungskreis- und Einmaleffekte um 40,6 Millionen Euro klar verbessert.“

Prognose stabil - höhere Reifenpreise möglich

Continental bestätigte die Jahresprognose eines steigenden Umsatzes und Ebit. Wettbewerber im Reifenbereich wie Michelin und Bridgestone hatten aufgrund der hohen Rohstoffpreise schwache Quartalszahlen ausgewiesen und ihre Gewinnprognosen gesenkt.

Der Reifenhersteller erwägt angesichts weiter steigender Rohstoffkosten im laufenden Jahr eine zweite Erhöhung der Reifenpreise. Conti hat in diesem Jahr die Preise für Lkw-Reifen in den Amerika im März (bis zu sechs Prozent) und im Mai in Europa (bis zu drei Prozent) bereits ein Mal erhöht. Auch Pkw-Reifen verteuerte der weltweit viertgrößte Hersteller in Europa erst jüngst im Juni (bis zu 3,5 Prozent) und in den Vereinigten Staaten im Juli (bis zu fünf Prozent).

Quelle: FAZ.NET mit Material von VWD und Reuters
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