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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Automobilzulieferer Conti verspricht 2005 wieder Rekordjahr

 ·  Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat im vergangenen Jahr erstmals einen operativen Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro erzielt. Für das laufende Jahr stellt das Unternehmen weitere Rekorde in Aussicht.

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Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat im vergangenen Jahr erstmals einen operativen Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro erzielt. Für das laufende Jahr stellt das Unternehmen weitere Rekorde bei Gewinn und Umsatz in Aussicht.

„Für das Geschäftsjahr 2005 erwarten wir eine erneute Steigerung des Konzernumsatzes sowie auch des operativen Konzernergebnisses“, sagte Konzernchef Manfred Wennemer am Donnerstag bei der Bilanzvorlage 2004 in Hannover. „Wir wollen unsere Rekordfahrt auch in diesem Jahr fortsetzen.“ Die Aktie war am Morgen mit einem Plus von mehr als zwei Prozent auf rund 58 Euro stärkster Kursgewinner im Deutschen Aktienindex (Dax) (Continental-Aktie liegt weiter gut in der Spur).

Winterreifen verkaufen sich immer besser

Finanzchef Alan Hippe hatte bereits Anfang März gesagt, das Unternehmen sehe noch viel Spielraum, seine operative Umsatzrendite zu verbessern. Grundlage für eine weitere Steigerung von Umsatz und Gewinn sei das florierende Geschäft der Frankfurter Sparte Automotive Systems, die unter anderem elektronische Stabilitätssysteme (ESP) produziert und jährlich um zehn Prozent wachsen soll.

Auch das Reifengeschäft von Conti legt ungeachtet der schwachen Autokonjunktur weiter zu, nach Einschätzung von Hippe ebenso mit immer besseren Gewinnmargen. Hier wirkt sich unter anderem der zunehmend bessere Verkauf von Winterreifen positiv aus.

2005 über 13,5 Milliarden Euro Umsatz erwartet

Um eine Milliarde Euro dürfte der Umsatz in diesem Jahr allein durch die Einbeziehung des von Conti unlängst übernommenen Hamburger Konkurrenten Phoenix steigen. Schon deshalb dürften sich die Erlöse des hannoverschen Unternehmens 2005 auf mehr als 13,5 Milliarden Euro belaufen.

Im vergangenen Jahr steigerte der Konzern, der in der Vergangenheit vermehrt Arbeitsplätze der Reifenfertigung in kostengünstigere Länder Osteuropas verlagert hat, seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 855 Millionen Euro auf 1,096 Milliarden Euro. Darin seien die finanziellen Lasten von 104 Millionen Euro aus der Teilschließung des Reifenwerks im amerikanischen Bundesstaat Kentucky enthalten, gab der Vorstand bekannt.

Gewinn mehr als verdoppelt

Unter dem Strich verblieb Conti ein Gewinn von rund 674 (Vorjahr: 314) Millionen Euro. Der Konzernumsatz stieg auf 12,6 (11,5) Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen nun eine Dividende von 0,80 (0,52) Euro je Aktie.

Allein für das Schlußquartal des Jahres standen beim operativen Ergebnis 319 (194) Millionen Euro zu Buche. Die von Reuters befragten Branchenexperten hatten im Schnitt nur mit 260 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz stieg im vierten Quartal auf rund 3,4 (3,0) Milliarden Euro.

Auch bei dem Abbau seiner Verschuldung machte Conti 2004 deutliche Fortschritte. Die Netto-Finanzschulden seien um 473 Millionen auf 695 Millionen Euro gesunken, teilte der Konzern mit. Dadurch verringerte sich das Verhältnis von Verbindlichkeiten zu Eigenkapital (Gearing Ratio) den Angaben zufolge auf 24,5 (Vorjahr: 58,9) Prozent.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters
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