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Automobilindustrie Porsche zahlt Dividende trotz Verlust

12.11.2009 ·  Porsche muss wegen der Finanzgeschäfte mit VW-Aktienoptionen einen Milliardenverlust verkraften: 4,4 Milliarden Euro Verlust meldet der Konzern aus einer Aufsichtsratssitzung. Erwartet hatte Porsche alerdings noch mehr. Seinen Aktionären will das Unternehmen nun eine kleine Dividende bezahlen.

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Der Sportwagenbauer Porsche zahlt seinen Aktionären eine kleine Dividende, obwohl im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 durch Finanzgeschäfte mit VW-Aktienoptionen ein Milliardenverlust entstanden ist. Der Konzernverlust vor Steuern werde 4,4 Milliarden Euro betragen, meldete die Porsche Holding SE aus einer Aufsichtsratssitzung. Erwartet hatte Porsche sogar einen Verlust von 5 Milliarden Euro (siehe Porsche erwartet 5 Milliarden Euro Verlust).

Nachdem Ende Juli klar war, dass die Übernahme von VW nicht realisiert würde, fiel das Spekulationsgebäude mit VW-Optionen in sich zusammen und Porsche musste die Optionen abwerten. Zuvor hatten die Spekulationen dem Stuttgarter Unternehmen Milliarden in die Kassen gespült. Allein im Geschäftsjahr 2007/2008 wies Porsche einen Gewinn von 8,6 Milliarden Euro aus, mehr als das Unternehmen mit Sportwagen Umsatz erwirtschaftet hatte.

Die Vorzugsaktionäre sollen nun 0,05 Euro bekommen, teilte die Porsche Holding SE am Abend aus einer Aufsichtsratssitzung mit. Für die Stammaktionäre (die Familien Porsche und Piech sowie neuerdings das Emirat Qatar) wird eine Dividende von 0,044 Euro je Aktie vorgeschlagen.

Damit eine Ausschüttung überhaupt möglich ist, entnimmt Porsche den Gewinnrücklagen eine Milliarde Euro. Mit dem Bau von Sportwagen hat Porsche den Angaben zufolge eine zweistellige Umsatzrendite erzielt. Aus diesem Grund haben die Mitarbeiter mit dem Oktobergehalt einen Bonus von 1100 Euro für das zurückliegende Jahr bekommen.

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Von Heike Göbel

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