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Automobilindustrie Deutsche Autobauer behaupten sich in den Vereinigten Staaten

02.08.2006 ·  Sparsame Fahrzeuge aus Europa und Asien sind in den Vereinigten Staaten gefragt. Die hohen Spritpreise sorgen dafür, daß auch deutsche Autobauer im derzeit schwachen amerikanischen Markt erfolgreich sind.

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Die meisten deutschen Autobauer haben sich im Juli im weiterhin schwachen amerikanischen Markt behauptet. Einzig BMW verzeichnete auf dem weltweit wichtigsten Absatzmarkt erstmals in diesem Jahr ein deutliches Absatzminus. Volkswagen, Mercedes und Porsche verkauften dagegen wie in den Vormonaten im Jahresvergleich deutlich mehr, wie sie in ihren am Dienstag abend veröffentlichten Zahlen mitteilten. Sie gehörten damit neben den japanischen Autobauern zu den Gewinnern auf dem amerikanischen Markt, der seit Jahresbeginn um rund fünf Prozent geschrumpft ist.

Gefragt sind dort wegen der hohen Spritpreise sparsame Fahrzeuge asiatischer und europäischer Hersteller. Von Januar bis Juli verzeichneten alle deutschen Hersteller zusammen ein Absatzplus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Mit über einer halben Million verkaufter Fahrzeuge stehen für die deutschen Hersteller die Ampeln in den Vereinigten Staaten weiterhin auf Grün“, bilanzierte der Präsident des Verbandes der Autombilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk, am Mittwoch.

Porsche mit Rekordabsatz bei Sportwagen

BMW verkaufte im Juli bei den Modellreihen 5er und 7er sowie bei den Geländewagen aber weniger und brachte inklusive der Marke Mini 23.600 Fahrzeuge auf den Markt. Das waren zwölf Prozent weniger als im Vorjahr, wo BMW allerdings auch besonders hohe Absatzzahlen gemeldet hatte. Berücksichtigt man die geringere Zahl der Verkaufstage im Juli diesen Jahres (25 statt 26) bleibt noch immer ein Minus von 8,5 Prozent.

Porsche, Mercedes und VW profitierten im Juli dagegen weiterhin von neuen Modellen. So glich Porsche den empfindlichen Rückgang beim Geländewagen Cayenne (minus 27 Prozent) mit einem Rekordabsatz bei den Sportwagen mehr als aus. Audi verkaufte mit gut 7.000 Fahrzeugen etwas weniger als im Vorjahr, bereinigt um die Verkaufstage ergibt sich ein geringfügiges Plus von 1,3 Prozent. Der Verkauf des neuen Audi Q7 fiel im Juli allerdings um mehr als 50 Prozent schwächer aus als einen Monat zuvor.

Amerikanischer Markt bricht ein

Der Markt in den Vereinigten Staaten bleibt nach Einschätzung der Experten schwierig. Für den August sei keine genaue Prognose möglich, urteilten die Experten der Großbank HVB. Knapp 1,5 Millionen verkaufte Neuwagen bedeuteten im Juli auch bei Berücksichtigung der Verkaufstage einen Marktrückgang von mehr als 14 Prozent. Im Vorjahr hatten die amerikanischen Hersteller den Absatz noch mit immensen Rabatten angekurbelt. Die Preisanreize sind inzwischen geschrumpft. Prompt brachen die Verkaufszahlen von General Motors, Ford und die Daimler-Chrysler-Marke Chrysler erneut im zweistelligen Prozentbereich ein.

Der Marktanteil der „Großen Drei“ fiel im Heimatmarkt nach HVB-Berechnungen auf ein Allzeittief von 52 Prozent. Dagegen legten die Japaner im Juli binnen eines Jahres um sieben Prozentpunkte auf 36,4 Prozent Marktanteil zu. Toyota überflügelte mit knapp 242.000 Autos Chrysler und erstmals auch Ford und ist damit in Amerika zweitgrößter Autoverkäufer. Probleme hat allerdings weiterhin Nissan. Das Absatzminus betrug im Juli mehr als 16 Prozent.

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