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Automobile Zeitung: GM bietet halbe Milliarde für Rückzug bei Fiat

14.12.2004 ·  Eigentlich muß General Motors die Autosparte der Fiat-Gruppe übernehmen. Die Italiener fordern angeblich drei Milliarden Euro von dem amerikanischen Autobauer, wenn er sich vor dem Verlustgeschäft drücken will.

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Der amerikanische Autokonzern General Motors (GM) will der Fiat-Gruppe nach einem Zeitungsbericht 500 Millionen Euro bieten, damit er das Verlust bringende Autogeschäft des italienischen Konzerns nicht übernehmen muß. Fiat dagegen verlangt bis zu drei Milliarden Euro als Ausgleich für einen möglichen Rückzug der Amerikaner, wie die Tageszeitung „Il Sole 24 Ore“ am Dienstag ohne Angabe von Quellen berichtete.

GM besitzt zehn Prozent an Fiat Auto. Bei der Gründung der Partnerschaft vor vier Jahren war vereinbart worden, daß Fiat zwischen 2005 und 2010 jederzeit den Rest der Autosparte an den US-Konzern verkaufen kann. Am Dienstag berieten beide Seiten in Zürich über den Streit.

Hoher Sanierungsaufwand

Fiat rechtfertigt seine Milliardenforderung laut dem Zeitungsbericht mit der hohen Verschuldung des italienischen Autobauers, deren Übernahme GM mit einem Rückzug vermeiden könnte. General Motors dagegen argumentiert mit dem hohen Sanierungsaufwand für sein europäisches Autogeschäft, unter dem derzeit auch der Rüsselsheimer Autobauer Opel mit einschneidenden Personalkürzungen leidet.

Fiat Auto fuhr im vergangenen Jahr 979 Millionen Euro Verlust ein. Sowohl GM als auch Fiat hatten angekündigt, ihre Ansprüche notfalls auch vor Gericht durchsetzen zu wollen; der US-Konzern hält die so genannte Put-Option mittlerweile für rechtlich unzulässig. Am Mittwoch endet ein Moratorium, das sich beide Seiten für den Verzicht auf juristische Schritte gesetzt hatten.

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Von Heike Göbel

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