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Automobile VW verkauft Autovermieter Europcar nach Frankreich

09.03.2006 ·  VW verkauft seine Mietwagen-Tochter Europcar an die französische Beteiligungsgesellschaft Eurazeo. Der Bruttoerlös beträgt 3,32 Milliarden Euro, wie VW mitteilte - einige hundert Millionen mehr als erwartet.

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Europas größter Autobauer Volkswagen verkauft seine Vermiettochter Europcar für 3,32 Milliarden Euro an den französischen Finanzinvestor Eurazeo. Dabei fließen Volkswagen 1,26 Milliarden Euro als Kaufpreis zu. Außerdem übernimmt die börsennotierte Eurazeo 2,06 Milliarden Euro Schulden von Europcar, wie Volkswagen am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte.

Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt, daß der VW-Aufsichtsrat zustimmt. Außerdem müssen die Kartellbehörden grünes Licht geben. Die Milliarden-Transaktion soll im zweiten Quartal über die Bühne gehen. Der Verkaufspreis liegt höher als ihn Analysten mit rund drei Milliarden Euro geschätzt hatten, die VW-Aktie legte vorübergehend um mehr als zwei Prozent zu.

Der Verkauf an Eurazeo war erwartet worden, nachdem VW in der vergangenen Woche exklusive Verhandlungen mit den Franzosen bestätigt hatte. Bis zuletzt hatte VW-Chef Bernd Pischetsrieder sich auch einen Börsengang von Europcar vorbehalten.

Eurazeo hatte dem Europcar-Betriebsrat nach dessen Angaben versichert, daß nach der Übernahme kein Personal abgebaut werde und keine Verlagerung von Unternehmensteilen geplant sei. Der Arbeitnehmervertretung war für den Verkauf ein Mitspracherecht von VW eingeräumt worden. Die französische Investmentgesellschaft ist bereits mit dem Lkw-Vermieter Fraikin in der Autovermietung tätig.

Für Europcar hatten sich zahlreiche Unternehmen aus der Branche und Finanzinvestoren interessiert, unter anderem ein Gespann aus dem Münchener Konkurrenten Sixt und dem Investor Apax.

Europcar hat Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Der Gewinn vor Steuern erhöhte sich um ein Fünftel auf 101 Millionen Euro, während der Umsatz um neun Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro wuchs. Die VW-Aktie, die zuletzt unter dem Hickhack um die Zukunft von Konzernchef Bernd Pischetsrieder gelitten hatte, legte am Donnerstag knapp 1,4 Prozent auf 56 Euro zu.

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Von Heike Göbel

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