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Automobile Smart schiebt Mercedes ins Minus

16.02.2006 ·  Mit den Sparten Nutzfahrzeuge, Chrysler und Finanzdienstleistungen kann Daimler-Chrysler zufrieden sein, der Konzerngewinn stieg 2005 auf 2,8 Milliarden Euro. Die Mercedes-Pkw-Gruppe aber rutschte in Minus.

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Die verlustreiche Kleinwagenmarke Smart hat die Mercedes-Pkw-Gruppe im vergangenen Jahr ins Minus gedrückt.

Aufgrund der Kosten für die Sanierung von Smart und der Aufwendungen für den Personalabbau in Höhe von 1,1 Milliarden Euro habe die Gruppe, zu der neben Mercedes und Smart auch Maybach gehört, im vergangenen Jahr einen Verlust von 505 Millionen Euro verzeichnet, teilte die Konzernmutter Daimler-Chrysler am Donnerstag in Sindelfingen mit.

Operativer Gewinn sinkt um elf Prozent

Insgesamt konnte der deutsch-amerikanische Autobauer aber dank der guten Geschäfte mit Nutzfahrzeugen seinen Gewinn auf 2,8 Milliarden Euro steigern, nach knapp 2,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Erfreulich entwickelten sich auch die Ergebnisse der Sparten Chrysler und Finanzdienstleistungen. Der operative Gewinn sank 2005 um elf Prozent auf 5,2 Milliarden Euro (siehe FAZ.NET-Grafik). Die Aktie lag am Vormittag mehr als 3,5 Prozent im Minus.

Trotz des gestiegenen Konzerngewinns sollen die Aktionäre nur eine stabile Dividende von 1,50 Euro je Aktie erhalten. Für das laufende Jahr gehe der Konzern von einer Ertragsverbesserung aus, in den Folgejahren soll der operative Gewinn kontinuierlich gesteigert werden.

Zetsche greift durch

Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche hatte unmittelbar nach seinem Amtsantritt im September als Chef der renditeschwachen Mercedes-Pkw-Gruppe mit dem Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach den Abbau von 8.500 Arbeitsplätzen durchgesetzt und 950 Millionen Euro dafür bereitgestellt. Kern des Anfang 2006 angekündigten Programms zum Abbau von Doppelarbeit zwischen den beiden Pkw-Töchtern Mercedes-Benz und Chrysler ist der Abbau von weiteren 6.000 Stellen, das ist jede fünfte in der Verwaltung.

Insgesamt soll die Zahl der Mitarbeiter im Konzern von zuletzt 388.000 in den nächsten Jahren um bis zu 22.500 Planstellen sinken.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP, dpa und Reuters
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Von Heike Göbel

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