14.09.2004 · In den ohnehin schwachen Sommermonaten haben die Autobauer in Europa weniger Autos verkauft als im Vorjahr. Deutliche Einbußen mußten VW und Daimler-Chrysler hinnehmen, kräftig zulegen konnten die Koreaner.
In den traditionell schwachen Sommermonaten haben die Automobilhersteller in Europa weniger Autos verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die deutlichsten Einbußen mußten Volkswagen und Daimler-Chrysler hinnehmen. Kräftig zulegen konnten allerdings die koreanischen Aiutobauer.
Die Zahl der Neuzulassungen sei im August binnen Jahresfrist um 0,8 Prozent auf 774.753 gesunken, teilte die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller Acea am Dienstag in Brüssel mit. Im Juli seien in den für den europäischen Automarkt wichtigen Ländern mit 1,229 Millionen sogar fünf Prozent weniger Autos neu zugelassen worden als vor einem Jahr.
Zweistellige Zuwachsraten bei koreanischen Herstellern
Für die deutschen Autobauer sah es dabei wenig rosig aus. Europas größter Autokonzern Volkswagen setzte im August mit knapp 150.000 Fahrzeugen 8,2 Prozent weniger ab. Der Stuttgarter Daimler-Chrysler-Konzern mußte sogar Einbußen von 13,3 Prozent hinnehmen. Hingegen steigerte BMW den Absatz um 4,4 Prozent auf knapp 40.000 Fahrzeuge.
Die japanischen Automobilhersteller unterbrachen in Europa im Juli ihren positiven Trend (minus 4,6 Prozent), konnten im August aber wieder einen Zuwachs von 1,5 Prozent vorweisen.
Zweistellige Zuwachsraten in beiden Monaten verbuchten allein die koreanischen Autohersteller, die im Juli 12,8 Prozent und im August 32,7 Prozent zulegten. Am stärksten gefragt waren die Fahrzeuge von Kia. Im August steigerte die Marke ihre Absatzzahlen um 53,5 Prozent, verglichen mit dem August des Vorjahres.
Wirtschaftliche Unsicherheit hemmt die Branche
In einigen Ländern habe sich wirtschaftliche Unsicherheit auf die Zahl der Neuzulassungen ausgewirkt, hieß es zur Begründung. Die vorgelegten Zahlen beziehen sich auf die 15 alten Länder der Europäischen Union (vor der Osterweiterung) sowie Island, Norwegen und die Schweiz. Von Januar bis August wurden der Acea zufolge europaweit 1,8 Prozent mehr Autos neu zugelassen.
Für die einzelnen Länder zeigte sich im August ein gemischtes Bild. Während etwa die Automobilhersteller in Dänemark einen kräftigen Zuwachs von mehr als 23 Prozent verzeichneten, nahm die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge in den Niederlanden um mehr als elf Prozent ab. In Deutschland, dem größten Automobilmarkt in Europa, nahmen die Neuzulassungen im August um mehr als drei Prozent und im Juli um mehr als sieben Prozent ab.
Autobauer hoffen auf den Herbst
Für das Gesamtjahr richtet die Branche ihre Hoffnungen nun auf den Herbst, wo die Hersteller wiederum neue Modelle in den Handel bringen werden. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) geht jüngsten Aussagen zufolge für 2004 nach wie vor davon aus, daß die Neuzulassungen das Vorjahresniveau von 3,24 Millionen Fahrzeugen erreichen werden.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.379,20 | −1,07% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2447 | −0,33% |
| Rohöl Brent Crude | 105,40 $ | −1,36% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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