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Automobile Porsche will nicht mehr bei KfW anklopfen

30.06.2009 ·  Porsche bemüht sich nicht weiter um einen Kredit der staatlichen Förderbank KfW. Obgleich die KfW dem Sportwagenbauer freigestellt hatte, einen neuen Antrag einzureichen, verzichte man nun, um die „Glaubwürdigkeit sicherzustellen“, hieß es. Statt dessen bemühe man sich um Alternativen.

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Der Sportwagenbauer Porsche bemüht sich nicht weiter um einen Kredit der staatlichen Förderbank KfW. Von der Möglichkeit, einen neuen Kreditantrag einzureichen, werde man nicht Gebrauch machen, hieß es in einer Mitteilung des Stuttgarter Unternehmens vom Dienstag.

Der Sportwagenbauer hatte ursprünglich einen Kredit über 1,75 Milliarden Euro beantragt, der aber von der KfW abgelehnt wurde. Danach war von Gesprächen die Rede, die Porsche mit der KfW führen wolle, um noch einmal nachzubessern und doch noch ein Darlehen zu erhalten. Diese Möglichkeit der Nachbesserung ist nun offenbar vom Tisch, obgleich die KfW Porsche freigestellt hatte einen neuen Antrag einzureichen. Porsche verzichte, „um seine Glaubwürdigkeit sicherzustellen“, erklärte das Unternehmen. Statt dessen würden nun Gespräche über alternative Finanzierungsmöglichkeiten aufgenommen, hieß es.

Mit dem KfW-Kredit sollte eine Finanzierungslücke für das operative Geschäft geschlossen werden. Porsche bemüht sich seit Wochen um einen Kreditrahmen von insgesamt 12,5 Milliarden Euro. Bislang liegen Zusagen über 10,75 Milliarden Euro vor. Porsche kämpft seit der Aufstockung seiner VW-Beteiligung im Januar auf knapp 51 Prozent mit einem Schuldenberg von rund neun Milliarden Euro.

Verhandlungen mit Qatar sind weit gediehen

Unterdessen sind die Verhandlungen mit dem Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) weit gediehen. Am Montag hatte ein Porsche-Sprecher der F.A.Z. gesagt, der Staatsfonds von Qatar habe sein Interesse an Porsche und dem Volkswagen-Konzern schriftlich bekundet. „Uns liegt ein Angebot der QIA vor, das den Einstieg bei der Porsche Holding SE beschreibt und den Kauf der Optionen auf VW-Aktien“, sagte der Sprecher. Auf Grundlage dieses Angebots werde nun verhandelt (siehe dazu auch: Porsche hat ein konkretes Angebot aus Qatar).

Einen Zeitplan für eine mögliche Einigung, die innerhalb der Eigentümer-Familien Porsche und Piech noch diskutiert werden muss, wollte der Sprecher nicht nennen. „Wir verhandeln mit der Qatar Investment Authority in einer sehr guten und konstruktiven Atmosphäre“, hatte zuletzt am Wochenende Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking erklärt. Kontroversen gibt es offenbar vor allem über den Preis, den die arabischen Investoren für die Optionen auf VW-Aktien zu zahlen bereit sind.

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Die Förderlücke

Von Heike Göbel

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