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Automobile Porsche rechnet mit Gewinnrückgang

06.12.2006 ·  Die jahrelang ununterbrochene Serie anhaltender Gewinnsteigerungen beim Stuttgarter Sportwagenhersteller scheint dem Ende entgegenzugehen. Das bestätigt Vorstandsvorsitzender Wendelin Wiedeking. Die Börse scheint es nicht abzuschrecken.

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Der Sportwagenhersteller Porsche kalkuliert für das laufende Geschäftsjahr 2006/07 mit einem Gewinnrückgang. Vorstandschef Wendelin Wiedeking sagte: „Dieses Ergebnis wird sich in dieser Höhe nicht halten lassen.“

Vor Steuern hatte Porsche 2005/06 (zum 31. Juli) 2,11 Milliarden Euro erwirtschaftet. Belastend wirkten sich in diesem Jahr vor allem höhere Entwicklungskosten für die 2009 auf den Markt kommende vierte Baureihe Panamera aus. Die Porsche-Aktie bewegte sich von Schlußkurs am Vortag von 892,50 Euro auf knapp 900 Euro am Mittag.

Gegen schwachen Dollar abgesichert

„Sicherlich werden wir wieder von Kurssicherungsgeschäften profitieren, und mit hoher Wahrscheinlichkeit werden wir auch im operativen Ergebnis an das Vorjahr anschließen können“, sagte Wiedeking. Porsche wachse derzeit „nicht quantitativ, wohl aber qualitativ“ und profitiere von seiner jungen Modellpalette und einem höheren Absatzanteil teurer Fahrzeugvarianten.

Der Einstieg bei Volkswagen kostete einschließlich der Kurssicherungsgeschäfte mehr als vier Milliarden Euro. Derzeit sind die Stuttgarter bei VW zu 27,4 Prozent beteiligt. Wie beim finnischen Auftragsfertiger Valmet wolle Porsche bei Volkswagen ungenutzte Kapazitäten als „verlängerte Werkbänke“ nutzen, um die Fixkosten zu senken.

Porsche mit Drohpotential

Seine Absichten bei Volkswagen wolle er nicht offen auf den Tisch legen, sagte Wiedeking. Auch zur Verwendung des geplanten genehmigten Kapitals wollte sich der Porsche-Chef nicht äußern. „Ob wir es in Anspruch nehmen, steht dahin“, sagte er. Das genehmigte Kapital sei jedoch nötig, „um zweifelsfrei für alle sichtbar ernst genommen zu werden“.

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Von Heike Göbel

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