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Automobile Opel lagert Ersatzteilgeschäft aus

05.10.2005 ·  Opel steht kurz davor, das Ersatzteilgeschäft in ein gemeinsam mit Caterpillar betriebenes Gemeinschaftsunternehmen auszulagern. Das bestätigen Unternehmenskreise in Rüsselsheim.

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Um Kosten zu sparen will der Autobauer Opel sein Ersatzteilgeschäft in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem amerikanischen Konzern Caterpillar auslagern. Logistik, Lagerhaltung und Transport der Ersatzteile sollten künftig von einem Gemeinschaftsunternehmen übernommen werden, verlautete am Mittwoch aus Unternehmenskreisen in Rüsselsheim, die einen „Handelsblatt“-Bericht bestätigten.

Rund 1200 Beschäftigte an den Standorten Rüsselsheim, Bochum und Rom würden in das Unternehmen überführt. Eine Einigung werde bis Jahresende erwartet. Das Unternehmen wollte den Bericht offiziell nicht kommentieren.

Die „Automobilwoche“ hatte schon Ende Juli unter Berufung auf Vorstandskreise über das geplante Joint-Venture berichtet. Betriebsratschef Klaus Franz wolle dem aber nur zustimmen, wenn die Betroffenen Zehnjahresverträge zu Opel-Konditionen erhalten. Strittig seien die Pläne der Konzernspitze, auf diesem Unternehmensgebiet in den Jahren 2006 und 2007 je 120 Stellen abzubauen.

Die Auslagerung ist Teil des geplanten Stellenabbaus bei Opel. Der Mutterkonzern General Motors (GM) hatte seiner defizitären Tochter im März ein striktes Sparprogramm verordnet. Danach werden bis 2007 bei Opel 9000 der 32 000 Stellen gestrichen, das ist knapp jede dritte Stelle. Fast 6000 Beschäftigte sind nach Unternehmensangaben seitdem mit Abfindungen ausgeschieden. Das Restrukturierungsprogramm sieht auch die Auslagerung von Unternehmensteilen vor, um die Mitarbeiterzahl weiter zu reduzieren. Im Gegenzug ist die Existenz der Werke Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern bis 2010 gesichert.

„Das Joint Venture mit Caterpillar soll Kosten senken und Opel im Logistikbereich zukunftsfähig machen. Dafür brauchen wir einen starken Partner“, sagte ein leitender Mitarbeiter in Rüsselsheim. Außer der Logistik verbleibe das eigentliche Ersatzteilgeschäft aber bei Opel beziehungsweise GM. Die Einsparsumme konnte er nicht beziffern. Das gesamte Sanierungsprogramm soll die Kosten bei Opel jährlich um 500 Millionen Euro reduzieren. In das Gemeinschaftsunternehmen sollen 500 Mitarbeiter in Rüsselsheim, 500 in Bochum sowie 200 in einem Lager in der Nähe von Rom wechseln. Die Verträge mit dem amerikanischen Unternehmen seien noch nicht unterzeichnet, da noch Details ausgehandelt werden müßten.

Quelle: @tor mit Material von dpa
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