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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Automobile Nach Gewinnwarnung wirbt Daimler-Chef um Vertrauen der Mitarbeiter

 ·  Mit einem offenen Brief hat sich Vorstandschef Dieter Zetsche an seine Mitarbeiter gewandt. Nach der Gewinnwarnung bei Daimler-Chrysler kündigte er eine „drastische Produktionsrückführung“ bei Chrysler an.

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Nach der Gewinnwarnung bei Daimler-Chrysler wirbt Vorstandschef Dieter Zetsche in einem Brief um das Vertrauen seiner Mitarbeiter. Zugleich habe er eine „drastische Produktionsrückführung“ bei Chrysler angekündigt, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf das ihr vorliegenden Schreiben. Die „für uns alle unbefriedigende Ergebnisentwicklung“ bei Chrysler habe der Konzernchef in dem Brief mit dem „schwierige Marktumfeld in Amerika“ erklärt, das sich weiter verschlechtert habe.

Der Autokonzern Daimler-Chrysler hatte am Freitag wegen eines Milliarden-Verlusts seiner amerikanischen Tochter Chrysler die Gewinnprognose für das laufende Jahr deutlich runtergefahren und damit einen Kurseinbruch ausgelöst. „Acht neue Modelle, die in den nächsten Wochen und Monaten auf den Markt kommen, tragen aber bereits den veränderten Kundenwünschen Rechnung“, zitiert die Sonntagszeitung aus Zetsches Brief. „Mit kontinuierlichen Fortschritten bei Flexibilität und Qualität und der umfassenden Produktoffensive werden wir die Chrysler Group wieder auf den richtigen Weg zurückbringen.“

Zwei Ursachen nennt Zetsche der Zeitung zufolge seinen Mitarbeitern für die schlechten Zahlen aus Amerika: die hohen Benzinpreise dort und die sich noch verschärfende Rabattschlacht. „Der Trend geht zu kleineren, verbrauchsarmen PKW.“ Chrysler mit seinem hohen Anteil an Light Trucks, vor allem Geländewagen und Pickups sei von dieser Entwicklung besonders stark betroffen. „Parallel dazu haben wichtige Wettbewerber die Preisnachlässe nochmals deutlich erhöht.“ Zudem seien die Gesundheitskosten bei Chrysler nicht wettbewerbsfähig. Über deren Reduzierung werde mit der Gewerkschaft verhandelt.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 17. September 2006
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