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Automobile Geheimplan für Chrysler: Über 10.000 Jobs gefährdet

06.02.2007 ·  Ein geheimer Restrukturierungsplan sieht vor, dass Chrysler zu einem kleineren und effizienteren Autohersteller mit engeren Bindungen an die Muttergesellschaft umgebaut werden soll, berichtet eine Zeitung. Mehr als 10.000 Stellen stehen auf dem Spiel.

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Chrysler soll einem Zeitungsbericht zufolge zu einem kleineren und effizienteren Autohersteller mit engeren Bindungen an die Muttergesellschaft Daimler-Chrysler und die Autosparte Mercedes-Benz umgebaut werden. Dies sieht nach Angaben der Zeitung „Detroit News“ das so genannte „Projekt X“, ein geheimer Restrukturierungsplan, vor.

Es dürften mindestens 10.000 Arbeiter und eine nicht genannte Zahl von Angestellten ihre Stellen verlieren. Die Autofabrik in Newark (US-Bundesstaat Delaware) und eine Motorenfabrik in Detroit sollen geschlossen werden. Vorgesehen sei, dass künftig Fahrzeugarchitekturen und Autoteile bei Chrysler und Mercedes gemeinsam verwendet werden.

Stärkere Kooperation geplant

Chrysler und Mercedes sollen bei der nächsten Generation kleinerer Autos kooperieren, die in Deutschland und den USA gebaut werden sollen. Die Plattform mit dem Code-Namen W164 solle sowohl für die nächste M-Klasse als auch für künftige Versionen der Geländewagen Jeep Grand Cherokee und Dodge Durango verwendet werden. Es sei auch geplant, dass mehr Teile gemeinsam gekauft und verstärkt Autoteile aus Billiglohnländern in Asien bezogen werden. Der Plan solle am 14. Februar bekannt gegeben werden.

Chrysler verbuchte im dritten Quartal vergangenen Jahres einen operativen Verlust von 1,5 Milliarden Dollar. Chrysler litt unter verstärkter Konkurrenz von Toyota und anderer Anbieter aus Fernost sowie unter schrumpfenden Absatzzahlen bei seinen Geländewagen und Pickups. Riesige Neuwagenhalden konnten nur mit Hilfe kostspieliger Rabattaktionen und anderer Verkaufshilfen abgebaut werden. Die Amerikaner stellen sich angesichts der hohen Benzinpreise verstärkt auf kleinere Geländewagen sowie auf sparsamere Pkw um. Darunter leiden Chrysler, Ford und General Motors ganz besonders.

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Von Heike Göbel

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