Home
http://www.faz.net/-gqi-re4u
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Freitag, 17. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Automobile Ford streicht in Köln 1000 Stellen

03.11.2005 ·  Ford will nach eigenen Angaben in Deutschland bis zu 1300 weitere Stellen abbauen. Der Personalabbau werde vor allem in Köln angestrebt, so das Unternehmen. Bei einem Scheitern freiwilliger Regelungen seien Kündigungen nicht ausgeschlossen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Ford will nach eigenen Angaben in Deutschland bis zu 1300 weitere Stellen abbauen. Das Unternehmen bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Der Personalabbau werde vor allem in Köln angestrebt, so das Unternehmen. Bei einem Scheitern freiwilliger Regelungen seien Kündigungen nicht ausgeschlossen.

In einem Schreiben an die Belegschaft habe die Geschäftsführung auf die anhaltend schlechten Ergebnisse des amerikanischen Mutterkonzerns und auf ein „weiterhin schwieriges wirtschaftliches Umfeld“ hingewiesen, hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Donnerstag vorab aus seiner Freitagausgabe gemeldet.

Ein Unternehmenssprecher bestätigte den Brief an die Mitarbeiter. Darin seien die Bedingungen für das laufende Vorruhestandsprogramm verbessert worden. Für den angestrebten Personalabbau gebe es keine Zielzahl. Sollten bis zum Jahresende nicht ausreichend Mitarbeiter das Angebot annehmen, seien im kommenden Jahr betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. Eine Betriebsvereinbarung schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2005 aus.

Die Ford-Werke haben in den vergangenen drei Jahren in Deutschland rund 1500 Arbeitsplätze unter anderem dadurch abgebaut, daß freiwerdende Stellen nicht wieder besetzt wurden. Auch bei der Konkurrenz laufen Programme zum Personalabbau. So haben
Daimler-Chrysler und Volkswagen ihren Belegschaften in Deutschland jüngst Abfindungs- und Vorruhestandsangebote unterbreitet, um tausende Stellen abzubauen. Ziel der Konzerne ist, die Kosten hier zu Lande drastisch zurückzufahren.

Der Zeitung zufolge soll die Zahl der Beschäftigten bei den Kölner Ford-Werken von jetzt 19.000 auf unter 18.000 sinken. Das Werk in Saarlouis hinzugerechnet, könnten bei Ford in Deutschland gut 1300 Arbeitsplätze verschwinden. Weltweit wolle sich der Ford-Konzern von 10.000 Mitarbeitern trennen, 2600 davon in Europa. Ford leidet wie sein größerer Konkurrent General Motors unter dem starken Wettbewerb auf seinem Heimatmarkt Vereinigte Staaten.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Abschied ohne Schock

Von Holger Steltzner

Die Erpressbarkeit der Euro-Retter muss politisch beendet werden. Griechenland sollte zunächst nur eine „kleine“ Rate erhalten, um den sofortigen Staatsbankrott zu verhindern. Parallel müssten Vorbereitungen für den Fall der Zahlungsunfähigkeit des Landes getroffen werden. Mehr 49 130

17.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.848,03 +1,42%
 OK
Umfrage

Sollen Kinderlose einen „Solidarzuschlag" zahlen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

17.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.848,03 +1,42%
FAZ-INDEX 1.526,72 +1,43%
TecDAX 778,36 +0,73%
MDAX 10.441,40 +1,41%
SDAX 5.048,27 +1,17%
REX 422,26 −0,26%
Eurostoxx 50 2.520,31 +1,24%
F.A.Z. EURO INDEX 81,56 +1,37%
Dow Jones 12.932,00 +0,22%
Nasdaq 100 2.579,52 −0,49%
S&P500 1.358,04 +1,10%
Nikkei225 9.384,17 +1,58%
EUR/USD 1,3150 +0,16%
Rohöl Brent Crude 119,08 $ −0,81%
Gold 1.713,00 $ 0,00%
Bund Future 138,34 € −0,27%