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Freitag, 17. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Automobile Europas Autoindustrie kürzt schon

23.01.2006 ·  Ford in Europa soll von dem angekündigten Stellenabbau in den Vereinigten Staaten nach einem Milliardenverlust und einem Gewinneinbruch des Mutterkonzerns nicht betroffen sein.

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Die Entwarnung kam postwendend: Kaum hatte Ford in Amerika die harten Sanierungsschritte angekündigt, erklärte Ford of Europe, daß diese keine Auswirkungen auf die europäischen Tochtergesellschaften haben sollten.

In Europa hat Ford bereits 2600 Stellen gestrichen und ist mit der Sanierung nach Aussage eines Unternehmenssprechers im vorigen Jahr weit vorangekommen: „In Deutschland sind wie geplant 1350 Mitarbeiter zum Jahresende ausgeschieden.“ Betriebsbedingte Kündigungen gab es nicht. Mit Rücksicht auf die gesetzlichen Änderungen in Deutschland hat Ford älteren Mitarbeitern eine Abfindung angeboten: Wer bis Ende Januar 2006 ausgeschieden ist, kann noch 32 Monate lang Arbeitslosengeld beziehen, statt künftig nur noch 18 Monate.

Auch bei Daimler-Chrysler, Volkswagen oder Opel wurden die Abfindungsvereinbarungen mit Rücksicht auf die Gesetzesänderungen getroffen. Den Trend zum Stellenabbau in der westeuropäischen Automobilindustrie hat General Motors eingeleitet. Bei den europäischen Tochtergesellschaften Opel, Vauxhall und Saab wurden 12.000 Stellen abgebaut, 10.000 davon allein in Deutschland, weil die deutschen Arbeiter zu den teuersten gehören. Bei Volkswagen sind in Europa rund 14.000 Stellen betroffen, bei Daimler-Chrysler sind es nach bisherigem Stand allein mindestens 8500 in Deutschland. Auch der italienische Massenhersteller Fiat hat angekündigt, 7500 Stellen zu streichen. Der Abbau von Arbeitsplätzen bei den Automobilherstellern in Europa dürfte damit aber noch nicht beendet sein, sagen Experten voraus.

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