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Automobile Emirat Dubai kauft für eine Milliarde Dollar Anteil an Daimler-Chrysler

30.01.2005 ·  Das Golf-Emirat Dubai hat seine Beteiligung an Daimler-Chrysler aufgestockt und ist nun drittgrößter Aktionär. Aus Japan kommen zudem Meldungen, wonach Partner Mitsubishi Motors angeblich 522 Millionen Schadenersatz zahlen will.

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Mit einem milliardenschweren Anteilskauf ist das Golf-Emirat Dubai nach eigenen Angaben zum drittgrößten Aktionär von DaimlerChrysler aufgestiegen. Die staatseigene Dubai Holding erwarb für eine Milliarde Dollar Anteile an dem deutsch-amerikanischen Autokonzern, wie die Gesellschaft am Sonntag mitteilte.

„Das ist ein perfekter Zeitpunkt, um DaimlerChrysler-Aktien zu kaufen, weil das Unternehmen allmählich die Früchte aus der Fusion mit Chrysler erntet", erklärte Dubai-Holding-Chef Mohammed al Gergaui. Er betonte zugleich, sein Unternehmen habe Vertrauen in das derzeitige Management des Autokonzerns. Von DaimlerChrysler war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Dubai Holding wurde Ende 2004 aufgebaut, um die milliardenschweren Dollar-Investitionsprojekte des Emirats zu managen. Die Firma konzentriert sich vor allem auf Immobilien- und Tourismusunternehmungen in Dubai, hat mit der Beteiligungsgesellschaft Dubai International Capital aber auch einen Bereich, der auf Akquisitionen im Ausland spezialisiert ist.

Mitsubishi Motors will angeblich 522 Millionen Schadenersatz zahlen

Außerdem gibt es Neues zum Streit mit Mitsubishi Motors (MMC). Wie die Zeitung „Nihon Keizai Shimbun“ am Sonntag ohne Nennung von Quellen berichtet, will der japanische Autokonzern wegen Qualitätsmängel bei seiner ehemaligen Nutzfahrzeugtochter Fuso rund 522 Millionen Euro Schadenersatz an DaimlerChrysler bezahlen.

Von der Summe in Höhe von 70 Milliarden Yen sollten 20 Milliarden Yen in Bar und der Rest in Fuso-Aktien bezahlt werden,. MMC wolle seine eigenen 20 Prozent an Fuso an DaimlerChrysler weitergeben. Dadurch steige der DaimlerChrysler-Anteil an Fuso auf 85 Prozent.

Der deutsch-amerikanische Konzern DaimlerChrysler hatte seinen Anteil an Fuso im vergangenen Jahr für 52 Milliarden Yen auf 65 von zuvor 43 Prozent erhöht. Kurz danach stellte sich heraus, daß der Nutzfahrzeughersteller jahrelang Fehler vertuscht und Rückrufaktionen unterdrückt hatte. Daraufhin gingen die Verkaufszahlen dramatisch zurück und DaimlerChrysler forderte Schadenersatz.

MMC hat am Freitag einen zweiten Sanierungsplan vorgestellt. Die Mitsubishi-Gruppe hält ihn mit einer weiteren Kapitalspritze von 270 Milliarden Yen (zwei Milliarden Euro) am Leben. Die Mitsubishi-Anteile von DaimlerChrysler von knapp 20 Prozent werden dadurch weiter verwässert.

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28.05.2012 17:45 Uhr
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