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Automobile Daimler-Chrysler weniger schlecht als befürchtet

25.10.2006 ·  Der Autokonzern Daimler-Chrysler hat wegen Absatzproblemen in den Vereinigten Staaten im dritten Quartal einen Ergebniseinbruch verzeichnet. Der an der Börse erwartete Rutsch in die Verlustzone blieb jedoch aus, was die Aktien deutlich nach oben beförderte.

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Der Autokonzern Daimler-Chrysler hat wegen Absatzproblemen in den Vereinigten Staaten im dritten Quartal einen Ergebniseinbruch verzeichnet. Der an der Börse erwartete Rutsch in die Verlustzone blieb jedoch aus, was die Aktien deutlich nach oben beförderte.

Daimler-Chrysler teilte am Mittwoch in Stuttgart mit, der Betriebsgewinn sei in den Monaten Juli bis September auf 892 Millionen Euro abgebröckelt. Vor Jahresfrist hatte der weltweit fünftgrößte Autohersteller operativ noch 1,84 Milliarden Euro verdient. Wegen eines operativen Verlusts von 1,16 Milliarden Euro bei der amerikanischen Tochter Chrysler verdiente der Autobauer netto nur noch 541 Millionen Euro.

Übrige Sparten machen Chrysler-Probleme wett

Das Unternehmen hatte bereits am 15. September wegen der Probleme bei Chrysler seine Prognose für den Betriebsgewinn um rund eine Milliarde Euro auf 5 Milliarden Euro gesenkt. Aufgefangen werden diese Probleme aber von der positiven Entwicklung der Konzernbereiche Mercedes, Nutzfahrzeuge und Finanzdienstleistungen.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Nettoverlust von 35 Millionen Euro gerechnet. „Es sieht so aus, als könnten sie mit den Zahlen wieder in die Gänge kommen“, sagte ein Aktienstratege. „Zuletzt hatten sie mit der Gewinnwarnung für Chrysler einiges an Vertrauen verspielt.“ DaimlerChrysler-Papiere legten an der Börse um vier Prozent auf 43,20 Euro zu.

Sanierte Mercedes-Gruppe besser als erwartet

Weit besser als erwartet schnitt die mit großem finanziellen Aufwand sanierte Mercedes-Pkw-Gruppe ab. Trotz eines leichten Absatzrückgangs verdoppelte sich der Betriebsgewinn auf 991 Millionen Euro im Vergleich zu 436 Millionen Euro im Vorjahr und lag damit in den drei Monaten über der für erst für 2007 in Aussicht gestellten Rendite von sieben Prozent.

Für das erste Quartal 2007 sieht Daimler-Chrysler allerdings eine schwache Geschäftsentwicklung. Dies liege zum einen an der anstehenden Einführung der neuen C-Klasse als auch an der Saisonalität, begründete Finanzvorstand Bodo Uebber am Mittwoch in der Telefonkonferenz im Anschluß an die Bekanntgabe der Quartalszahlen.

Daimler bestätigt Gewinnprognose

An der Gewinnprognose für 2006 hält Daimler-Chrysler trotz drohender Belastungen durch die Beteiligung an EADS fest und will operativ fünf Milliarden Euro verdienen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters, Dow Jones und AP
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Von Heike Göbel

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