26.08.2005 · Daimler-Chrysler und General Motors wollen die Entwicklung des Hybridantriebs gemeinsam voranbringen. Der neue Antrieb soll zunächst in Fahrzeugen von GM und Chrysler zum Einsatz kommen.
Daimler-Chrysler und General Motors wollen die Entwicklung des umweltfreundlichen Hybridantriebs gemeinsam voranbringen. Beide Konzerne bestätigten am Donnerstag, daß ihr seit längerem angekündigtes Projekt am Montag offiziell beschlossen wurde. Der Hybridantrieb soll zunächst in Fahrzeugen von GM und Chrysler zum Einsatz kommen. Bislang wird der Markt von den japanischen Herstellern Toyota und Honda dominiert.
Der Hybridantrieb ist eine Kombination zwischen Verbrennungsmotor und Elektroantrieb. Dadurch werden Verbrauch und Schadstoffausstoß gesenkt. Vor allem in den Vereinigten Staaten ist der Hybrid-Antrieb wegen verschärfter Umweltauflagen gefragt. Autos mit Hybridantrieb haben derzeit nur einen minimalen Marktanteil. Der könnte nach Ansicht einiger Branchenexperten in den nächsten Jahren aber auf 5 bis 15 Prozent weltweit steigen.
Daimler konzentriert sich auf Luxuswagen
Die jetzt unterzeichnete Vereinbarung sieht den Angaben zufolge vor, daß GM die Entwicklung für die meisten Pkw, Trucks sowie für leichte Geländewagen (SUV) vorantreibt, während Daimler-Chrysler sich auf das Segment der Luxuswagen mit Heckantrieb konzentriert. Die ersten Hybridautos von GM - ein Chevrolet Tahoe und ein GMC Yukon - sollen im übernächstes Jahr ihr Debüt haben. Chrysler will mit dem Dodge Durango SUV auf den Markt gehen. Über Planungen für einen Einsatz bei Mercedes wurde zunächst nichts bekannt.
Beide Unternehmen hatten im vergangenen Dezember angekündigt, den sogenannten Two-Mode-Hybridantrieb voranzutreiben. Der Vorteil gegenüber den gängigen Systemen bestehe darin, daß die neue Entwicklung mit kleineren Elektromotoren auskomme. Diese nähmen nicht mehr Raum ein als ein Automatikgetriebe heutiger Bauart.
Vor allem der japanische Autobauer Toyota gilt derzeit beim Hybridantrieb als führend. Der Toyota-Prius erfreut sich den Vereinigten Staaten besonderer Beliebtheit. Seit 1997 wurden weltweit über 200.000 Fahrzeuge verkauft.
Schadstoffe sind ungefährlich?
Henriette Kaschulke (Wissibesser)
- 01.09.2005, 14:42 Uhr
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