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Automobile Daimler-Chef Zetsche droht Blamage

14.01.2007 ·  Bei Daimler-Chrysler ist der Terminplan für die Präsentation der Bilanz in Gefahr. Vorstandschef Zetsche muss womöglich auch die Hauptversammlung verschieben. Grund ist ein Streit mit dem Betriebsrat, erfuhr die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

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Daimler-Chrysler-Vorstandschef Dieter Zetsche kann seine Bilanz heuer womöglich nicht pünktlich vorlegen und muss deswegen eventuell die Hauptversammlung des Konzerns verschieben. „Das Risiko ist erheblich, dass wir den Terminplan nicht einhalten können“, sagte eine Konzernsprecherin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.).

Grund ist die Weigerung der Daimler-Buchhalter, wie im Januar in früheren Jahren üblich, auch am Wochenende zu arbeiten. So blieben am vergangenen Samstag die Büros in der Konzernzentrale leer. „Das bringt uns extrem in Bedrängnis“, gestand die Sprecherin ein. Am 14. Februar will Zetsche die Jahreszahlen präsentieren, die Hauptversammlung ist für den 4. April angesetzt. Platzen diese Termine, wäre das eine Riesenblamage für den Vorstand.

Buchhalter als Druckmittel

Entgegen der früheren Praxis, weigert sich der Betriebsrat dieses Jahr, Überstunden der Buchhalter zu genehmigen. Am Dienstag treffen sich die Parteien deshalb in Stuttgart vor Gericht, wie die F.A.S. berichtet. Hintergrund des eskalierenden Streits ist die schlechte Stimmung in der Daimler-Verwaltung, wo 6000 Stellen abgebaut werden. Zudem sollen einzelne Abteilungen nach Prag verlagert werden.

Das will der Betriebsrat mit aller Macht verhindern - und nutzt die Buchhalter als Druckmittel. „Wir verlangen, dass der Vorstand auf einen zusätzlichen Standort für das Rechnungswesen im Ausland verzichtet, zumal an den elf bisherigen deutschen Standorten ein Personalüberhang ausgewiesen wird“, sagte Betriebsratschef Erich Klemm der F.A.S.

Diese Taktik kritisierte der Daimler-Vorstand als inakzeptabel. „Das ist eine unzulässige Vermischung von zwei Themen“, sagte die Daimler-Sprecherin. Zudem sei über die Verlagerung nach Prag noch nicht endgültig entschieden.

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Von Heike Göbel

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