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Automobile Britisches Konsortium will Lizenz für Smart-Roadster kaufen

20.02.2006 ·  Ein britisches Konsortium will die Lizenzrechte für den Smart-Roadster von Daimler-Chrysler übernehmen und ihn unter einer anderen Marke weiterführen.

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Ein britisches Konsortium mit dem Namen „Project Kimber“ will die Lizenzrechte für den Smart-Roadster von Daimler-Chrysler übernehmen und ihn unter einer anderen Marke weiterführen.

Über den Verkauf der Lizenzrechte für das Modell sei schon am Freitag eine Absichtserklärung unterzeichnet worden, teilte Daimler-Chrysler am Montag in Stuttgart mit. Ziel sei es, gemeinsam in den nächsten Monaten einen Vertrag zu erarbeiten, der den Briten eine Lizenz zum Redesign, zur Produktion und zum Verkauf der ehemaligen Smart-Modelle Roadster und Roadster-Coupé unter einer anderen Marke einräumen soll. Nicht mehr benötigte Produktionseinrichtungen im Werk im französischen Hambach sollten zu diesem Zweck an das Konsortium verkauft werden.

Smart-Sanierung belastet Daimler-Chrysler

Bislang wurden vom Roadster, der seit April 2003 auf dem Markt ist, nach Unternehmensangaben 35.000 Fahrzeuge verkauft. Im vergangenen Jahr hatte Daimler-Chrysler im Zuge der Restrukturierung der defizitären Kleinwagen-Tochter Smart die Einstellung der Smart-Roadster-Produktion beschlossen.

Daimler-Chrysler-Vorstandschef Dieter Zetsche hatte auf der Bilanzpressekonferenz vergangene Woche bekräftigt, daß die Sanierung der Kleinwagentochter vorankomme. Sie solle im kommenden Jahr die Gewinnschwelle erreichen. Unter anderem wegen der Smart-Sanierung wies die Mercedes-Gruppe 2005 einen operativen Verlust von 505 Millionen Euro aus. Allein die Aufwendungen für die Sanierung von Smart werden auf 1,1 Milliarden Euro beziffert.

Nach Einschätzung von Branchenexperten könnte eine Trennung von Smart die Mercedes Car Group teurer zu stehen kommen als eine Fortsetzung der Sanierung. Mercedes sei gezwungen, bei Smart mit einem neuen Ansatz in die Zukunft zu gehen, sagte der Gelsenkirchener Automobil-Professor Ferdinand Dudenhöffer in einem Gespräch mit der „Deutschen Welle“.

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Von Heike Göbel

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