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Automobile BMW-Ergebnis leidet unter Belastungen

03.11.2005 ·  Belastungen aus einer alten Wandelanleihe und schlechte Zahlen der Automobil-Sparte haben den Gewinn des Autokonzerns im dritten Quartal belastet. Analysten zweifeln am prognostizierten Jahresergebnis. Die Aktie liegt aber im Plus.

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Belastungen aus einer alten Wandelanleihe und ein schwaches Ergebnis in der Automobil-Sparte haben dem Autokonzern BMW den Gewinn im dritten Quartal verhagelt. Trotz deutlicher Umsatzzuwächse ging das Ergebnis stärker zurück als von Analysten erwartet.

Der Gewinn vor Steuern sank im Quartal um 16,9 Prozent auf 647 Millionen Euro, wie BMW am Donnerstag in München mitteilte. Allein aus der 2003 ausgegebenen Wandelanleihe, die mit Aktien des Triebwerksherstellers Rolls-Royce getilgt werden kann, sei eine Ergebnisbelastung von 175 Millionen Euro entstanden. Mit den Zahlen verfehlte BMW auch die niedrigste Schätzung von Analysten, die im Schnitt einen Gewinn von 739 Millionen Euro vor Steuern erwartet hatten. An der Prognose eines in etwa unveränderten Gewinns im Gesamtjahr hielt BMW dennoch fest.

Externe Belastungen nicht vollständig kompensiert

Schon seit Jahresbeginn wird der Ertrag von BMW von Effekten wie dem vor allem zu Jahresanfang niedrigen Dollar und höheren Rohstoffpreisen belastet. „Trotz des dynamischen Absatzwachstums und umfangreicher Effizienzsteigerungsmaßnahmen konnten diese externen Faktoren nicht vollständig kompensiert werden“, teilte BMW mit. Im Segment Automobile fiel der Gewinn vor Steuern um 7,9 Prozent auf 639 Millionen Euro. Analysten hatten hier im Durchschnitt mit 708 Millionen Euro erwartet.

„Die Zahlen waren sehr enttäuschend, vor allem in der Automobil-Sparte - und hier sind keine einmaligen Effekte enthalten“, kommentierte Analyst Jens Schattner von Dresdner Kleinwort Wasserstein den BMW-Quartalsbericht. „Nach diesem sehr schwachen Quartal ist es unmöglich, den Jahresgewinn zu halten“, zog er die Gewinnprognose von BMW für das Gesamtjahr in Zweifel. An der Börse drehten die BMW-Aktien nach anfänglichen Verlusten ins Plus und notierten am Vormittag 1,3 Prozent höher bei 36,81 Euro. „Offenbar sieht der Markt die Wandelanleihe als Belastungsfaktor für das Ergebnis und findet den Rückgang deshalb nicht so schlimm, aber die Zahlen waren vor allem im Autobereich wirklich nicht gut“, sagte ein Börsianer.

Panke will das Jahresergebnis auf Vorjahresniveau halten

Bei der Wandelanleihe mußte BMW wegen des deutlich gestiegenen Kurses der Rolls-Royce-Aktie einen zusätzlichen Aufwand verbuchen. Ohne diese Belastung hätte der Gewinn vor Finanzergebnis und Steuern um vier Prozent auf 855 Millionen Euro zugelegt.

Bei Umsatz und Absatz verzeichnete der Autobauer deutliche Zuwächse. Der Umsatz legte im dritten Quartal um 10,5 Prozent auf 11,7 Milliarden Euro zu. Der Absatz von Autos der Marken BMW, Rolls-Royce und Mini kletterte gegenüber dem Vorjahr um 15,4 Prozent.

„Unserer langfristig ausgerichteten Strategie entsprechend wächst das Unternehmen weiterhin dynamisch“, erklärte BMW-Chef Helmut Panke. BMW erwarte für 2005 ein Absatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich. Währungseffekte, die Rohstoffpreise und der starke Wettbewerb würden den Ertrag aber belasten. „Unter diesen Rahmenbedingungen strebt die BMW Group unverändert an, im Jahr 2005 das hohe Ergebnisniveau des Vorjahres in etwa zu erreichen“, erklärte er. Die Gewinnprognose von BMW bezieht sich in der Regel auf den Vorsteuergewinn, der im vergangenen Jahr 3,55 Milliarden Euro betragen hatte. In den ersten neun Monaten lag er aber um 12,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters
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