07.01.2005 · Im Dezember haben Deutschlands Autohändler fast ein Viertel mehr neue Fahrzeuge abgesetzt als im Vorjahresmonat. Diesen Zuwachs erkaufte sich die Branche aber mit teuren Rabattaktionen.
Zum ersten Mal seit fünf Jahren sind 2004 in Deutschland wieder etwas mehr Autos verkauft worden. Die Branche erkaufte sich den Zuwachs von einem Prozent auf 3,27 Millionen Fahrzeuge aber mit hohen Rabattaktionen.
Im Dezember seien mit rund 282.000 Einheiten 22 Prozent mehr neue Fahrzeuge registriert worden als im Vorjahresmonat, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Freitag in Frankfurt mit. Im November waren die Zulassungen um elf Prozent gestiegen.
Mehrere tausend Euro Nachlaß
Mit 3,27 Millionen Pkw übertrafen die Verkaufszahlen die jüngste Prognose des VDA. Der Verband hatte zuletzt mit 3,24 Millionen Pkw gerechnet, nachdem er zu Jahresanfang noch 3,3 Millionen erwartet hatte.
VDA-Präsident Bernd Gottschalk begründete den leichten Anstieg mit Verkaufshilfen - wie Rabatten und Aktionen zum Bestandsabbau - sowie mit zwei zusätzlichen Arbeitstagen im Dezember. Opel und VW hatten für ihre volumenstarken Modelle der Kompaktklasse - Astra und Golf - mehrere tausend Euro Nachlaß gewährt.
„Rahmenbedingungen nach wie vor schwierig“
Noch stärker sei mit 30 Prozent der Absatz deutscher Marken gestiegen, während die Verkaufszahlen der Importmarken nur um fünf Prozent wuchsen. Der Jahresabschluß dürfe aber noch nicht als grundlegende Trendumkehr gewertet werden, warnte Gottschalk. Die Rahmenbedingungen seien nach wie vor schwierig.
Ermutigend sei der Auftragseingang im Inland mit einem Plus von drei Prozent im Dezember und vier Prozent im Gesamtjahr, ergänzte der VDA-Chef. „Dies sollte ein Absatzniveau 2005 ermöglichen, das leicht über dem von 2004 liegt“, bekräftigte er.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.378,60 | −1,12% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2449 | −0,32% |
| Rohöl Brent Crude | 105,50 $ | −1,26% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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