24.03.2005 · Rabatte bis zu 15 Prozent: Das seien übliche Spannen beim Verkauf der deutschen Oberklasse-Autos, berichtet ein Fachblatt. Solche Nachlässe gab es bisher nur in der Mittelklasse. Die Unternehmen dementieren nichts.
Die deutsche Autobranche gewährt im Oberklasse-Segment einem Magazinbericht zufolge inzwischen erhebliche Preisnachlässe. Der Münchener Autokonzern BMW wie auch der Stuttgarter Rivale Mercedes-Benz und die Ingolstädter Volkswagen-Tochter Audi gäben zur Verkaufsförderung Rabatte zwischen acht und 15 Prozent, berichtete die Branchenzeitung „Automobilwoche“ am Donnerstag vorab.
Das Magazin beruft sich auf interne Papiere von BMW, Mercedes und Porsche und auf eigene Testanfragen bei einer Reihe von Autohäusern. Auch der Sportwagenhersteller Porsche, der bislang kaum Nachlässe gewährt habe, biete derzeit Rabatte von bis zu sieben Prozent für das neue Boxster-Modell und 911-Modelle an.
BMW: Im Ermessen der Unternehmer
„Unsere Handelsorganisation besteht zum größten Teil aus selbstständigen Unternehmern. Es liegt in deren Ermessen, zu welchen Konditionen sie die Autos verkaufen", sagte ein BMW-Sprecher. „Wenn diese im Einzelfall den Unterschied zwischen Werksausgabe und unverbindlicher Preisempfehlung an den Kunden weitergeben, können wir das nicht verhindern.“
Ein Audi-Sprecher sagte: „Wir haben seit drei Jahren eine schwierige Situation im deutschen Automarkt, das ist nicht neu.“ Audi gebe Nachlässe im einstelligen Prozentbereich. Eine Sprecherin des Daimler-Chrysler-Konzerns lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
Vergangenes Jahr hatte sich die Autobranche ihren Absatzzuwachs von einem Prozent mit hohen Rabattaktionen gekauft. Bislang waren davon allerdings vor allem Anbieter von Mittelklasse- und Kleinwagen betroffen. Zuletzt hatte BMW-Finanzchef Stefan Krause aber vor der Gefahr eines wachsenden Preisdrucks auch im Oberklasse-Segment gewarnt. Es gebe auch im Premiumbereich einige angeschlagene Wettbewerber. „Und angeschlagene Wettbewerber machen immer Unsinn: Sie zetteln Preis- und Rabattschlachten an", hatte Krause gesagt.
Sollen Kinderlose einen „Solidarzuschlag" zahlen?
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.751,96 | −0,09% |
| FAZ-INDEX | 1.505,26 | −0,19% |
| TecDAX | 772,73 | −1,05% |
| MDAX | 10.296,70 | −0,54% |
| SDAX | 4.989,81 | −0,62% |
| REX | 423,38 | +0,51% |
| Eurostoxx 50 | 2.489,35 | −0,18% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,46 | −0,11% |
| Dow Jones | 12.901,30 | +0,94% |
| Nasdaq 100 | 2.591,70 | +1,40% |
| S&P500 | 1.343,23 | −0,54% |
| Nikkei225 | 9.238,10 | −0,24% |
| EUR/USD | 1,3106 | +0,34% |
| Rohöl Brent Crude | 120,08 $ | +0,87% |
| Gold | 1.733,00 $ | 0,00% |
| Bund Future | 138,80 € | −0,18% |