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Autokrise Der deutsche Pkw-Export bricht ein

03.02.2009 ·  „Ein schwieriges Exportjahr“ sagt der Verband der Automobilindustrie den deutschen Herstellern voraus. Denn die Januar-Zahlen lassen nichts Gutes erahnen. Der Export sank um 39 Prozent. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Der Auftragseingang lässt schließen, dass die Abwrackprämie wirkt.

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Der Export deutscher Pkw ist im Januar um 39 Prozent auf 222.700 Fahrzeuge gesunken. „2009 wird ein schwieriges Exportjahr, auch wenn wir weltweit Marktanteile gewinnen,“ sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, am Dienstag in Frankfurt. Die deutschen Hersteller hätten entsprechend ihre Produktion gedrosselt. Im ersten Monat des Jahres seien mit 31.400 Fahrzeugen 34 Prozent weniger Autos produziert worden als im Vorjahresmonat.

Die Bestellungen aus dem Ausland sanken im Januar um 37 Prozent. Auch die Inlandsorder blieben schwach und gingen um 13 Prozent zurück. Allerdings zeichne sich durch die Abwrackprämie und die Kfz-Steuerreform seit der letzten Januarwoche eine spürbare Trendumkehr bei den deutschen Herstellern ab, so der Verband. Die Aufträge legten demnach in einer Größenordnung von 16 Prozent im Jahresvergleich zu. Das sei der erste Anstieg seit September 2008 und gebe Grund zur Hoffnung für den Inlandsmarkt, sagte Wissmann.

Die von der Bundesregierung im Rahmen des Konjunkturpakets beschlossene Abwrackprämie von 2500 Euro für mindestens neun Jahre alte Autos gilt rückwirkend für Neuwagenkäufe ab Mitte Januar. Fachleute rechnen damit, dass sie im Februar ihre volle Wirkung entfalten wird (siehe auch: Abwrackprämie: Bis zu 270.000 Interessenten pro Tag).

Video: Eile geboten bei der Abwrackprämie

Derweil hat sich im Januar der Trend zu kleinen Autos verstärkt. In dem insgesamt schrumpfenden Markt legte das Mini-Segment um mehr als ein Drittel zu, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag in Flensburg mit. Die Kleinwagen verbuchten ein Plus von einem Prozent, alle anderen Pkw-Klassen hatten Einbußen zu verzeichnen. Besonders ausgeprägt war der Rückgang in der Oberklasse mit einem Minus von 48 Prozent (siehe auch: Abwrackprämie: Auf der Suche nach der Autokrise). Insgesamt wurden im Januar 189.400 Autos neu zugelassen, das sind 14,2 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Das Amt bezeichnete des Start in das Autojahr 2009 als „verhalten“.

Neuzulassungen um 14 Prozent zurückgegangen

Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland sind im Januar um 14 Prozent auf 189.400 Einheiten zurückgegangen. Das hatte bereits der Verband der Importeure VDIK am Morgen gemeldet.

„Dass der Januar im Pkw-Markt nicht die Wende bringen würde, war vorauszusehen“, erklärte VDIK-Präsident Volker Lange. Dank der guten Resonanz auf die seit Ende Januar gezahlte Verschrottungsprämie für Altautos zeigte er sich jedoch für die kommenden Monate optimistisch. Die Zulassungszahlen seien in den letzten Januartagen dank der Abwrackprämie gestiegen. „Auch die aktuell vorliegenden Auftragseingangszahlen fallen deutlich höher aus als im Vorjahr.“

Im Dezember 2008 waren nach früheren Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) knapp 226 000 Pkw neu zugelassen worden und damit 6,6 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Im November war der Automarkt um fast 18 Prozent eingebrochen. Für das Gesamtjahr 2008 ergab sich ein Rückgang um 1,8 Prozent auf 3,09 Millionen neu zugelassene Autos in Deutschland. Damit war 2008 eines der schwächsten Autojahre seit der Wiedervereinigung.

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Von Heike Göbel

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