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Autokrise Daimler und BMW melden Absatzeinbruch

07.11.2008 ·  Die Abwärtsspirale auf dem Automarkt trifft BMW und Daimler hart. Beide Hersteller mussten im Oktober einen deutlichen Absatzeinbruch hinnehmen. Halbwegs anständig verkauften sich nur noch die kleineren Autos der beiden Marken.

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Die deutschen Autobauer Daimler und BMW haben im Oktober deutlich weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahresmonat. Der Absatz der Autosparte von Daimler gab um 18 Prozent auf 93 800 Stück nach. Die BMW-Gruppe verkaufte 113 000 Autos und damit 8,3 Prozent weniger als im Oktober 2007.

Vergleichsweise positiv waren die am Freitag in den Konzernzentralen in Stuttgart und München bekanntgegebenen Zahlen nur für kleinere Autos wie den Smart von Daimler und die 1er Baureihe von BMW. So legte bei den Stuttgartern der Smart um 6,5 Prozent auf 11.300 Fahrzeuge zu, während die Kernmarke Mercedes-Benz um 20 Prozent auf 82.500 verkaufte Wagen zurückging. Aus München werden besonders schlechte Zahlen für die Geländewagen X3 (minus 24 Prozent) und X5 (minus 35 Prozent) gemeldet. Dass für die Kernmarke insgesamt das Minus nicht größer als 9,2 Prozent wurde (95.000 verkaufte Autos), lag vor allem an der 1er Reihe, von der 18.000 Stück verkauft wurden (plus 21 Prozent). Die Kleinwagenmarke Mini hielt sich mit einem Minus von 3,4 Prozent (17 300 verkaufte Autos) vergleichsweise gut.

Wie Daimler habe auch BMW im Oktober vor allem in Amerika, Westeuropa und Japan weniger Autos verkauft, sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson. „Unsere Absatzzuwächse in den Wachstumsmärkten konnten dies nicht kompensieren.“ Schon am Dienstag hatte BMW seine Pläne aufgegeben, in diesem Jahr mehr als 1,5 Millionen Autos zu verkaufen und damit den Rekordwert des Vorjahres zu übertreffen – obwohl für die ersten zehn Monate des Jahres trotz des Einbruchs im Oktober insgesamt noch ein leichtes Absatzplus zu verzeichnen war.

Dies gilt auch für Mercedes-Benz. Aber nach Angaben des Daimler-Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetzsche wird auch hier das Ziel nicht erreicht werden, den Absatz über die Vorjahresmarke von 1,3 Millionen Fahrzeugen zu hieven. Ihre Gewinnziele für 2008 haben beide Unternehmen wegen der Absatzflaute schon zweimal zusammengestrichen; für das nächste Jahr sind die Erwartungen pessimistisch.

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Von Heike Göbel

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