03.11.2009 · Unterm Strich hat BMW zwar auch im dritten Quartal noch einen kleinen Gewinn erwirtschaften können. Doch mit Autos verdient das Unternehmen derzeit kein Geld. An der Börse wurde der Konzern dafür abgestraft.
Die Wirtschaftskrise belastet die Gewinne beim Münchner Autobauer BMW weiter schwer. Im dritten Jahresviertel enttäuschte der Münchener Konzern vor allem mit dem schwachen Abschneiden der Autosparte. Unterm Strich blieb zwar ein Konzernüberschuss von 78 Millionen Euro, doch für den Gewinn sorgte vor allem das Finanzgeschäft. Das zentrale Autogeschäft schrieb demgegenüber abermals rote Zahlen. Die Sparte mit den Marken BMW, Mini und Rolls-Royce fuhr einen operativen Verlust von 76 Millionen Euro ein. Im vergangenen Jahr hatte BMW in der Sparte noch 141 Millionen Euro verdient.
An der Börse wurde BMW dafür abgestraft. Die BMW-Aktie verlor zwischenzeitlich knapp sieben Prozent. Fachleute bemängelten, dass BMW schwächer abgeschnitten hätten als die Autosparte des Konkurrenten Daimler. Die Stuttgarter konnten im dritten Quartal mit den Personenwagen einen Gewinn erzielen. Auch die VW-Tochter Audi hatte zwar einen deutlichen Gewinnrückgang, aber immer noch ein operatives Ergebnis von mehr als 300 Millionen Euro gemeldet.
Absatz um bis zu 15 Prozent unter dem Vorjahreswert
BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner begründete das schwache Ergebnis in der Auto-Sparte unter anderem mit dem Start neuer Modelle, darunter der kleine Geländewagen X1. Dafür fahre BMW stellenweise sogar Sonderschichten. Insgesamt dürfte der Absatz in diesem Jahr um 10 bis 15 Prozent unter dem Vorjahreswert von gut rund 1,4 Millionen Fahrzeugen liegen.
Ziel für das laufende Jahr blieben dennoch schwarze Zahlen, sagte Vorstandschef Norbert Reithofer. Sein Ausblick aufs kommende Jahr fiel vorsichtig optimistisch aus. Er rechnet mit einer allmählichen Markterholung. Mit neuen Modellen wie dem X1 und dem 5er GT sollen dann die Verkaufszahlen wieder anziehen. Zwischen 2010 und 2012 gehen weitere Modelle an den Start, darunter Neuauflagen wichtiger Baureihen wie der 5er-Reihe oder des Geländewagens X3. Außerdem ist mit dem geländegängigen Crossover eine neue Variante des Mini geplant. So soll der Absatz bis 2012 auf 1,6 bis 1,65 Millionen Fahrzeuge steigen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.378,81 | −1,10% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2442 | −0,37% |
| Rohöl Brent Crude | 105,45 $ | −1,31% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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