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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Autogipel im Kanzleramt Merkel hält an einer Million Elektroautos fest

 ·  Über neue Anreize will die Regierung erst nach der nächsten Wahl entscheiden.

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Die Bundesregierung schließt für die nächste Legislaturperiode weitere Anreize für Elektroautos nicht aus, um das Eine-Million-Ziel doch noch erreichen zu können. „Das Ziel, eine Million Autos im Jahr 2020 auf den Straßen zu haben, wird man nicht ganz einfach erreichen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Treffen der Regierung mit Vertretern von Industrie, Verbänden und Gewerkschaften. „Es wäre falsch, das Ziel aufzugeben, weil vor uns noch Jahre Arbeit liegen“, hob die CDU-Politikerin hervor. Bisher werden 600 000 Elektroautos für 2020 als realistisch angesehen. Merkel mahnte, dies als Ansporn zu verstehen: „600 000 wissen wir sicher, der Rest muss erarbeitet werden.“ Derzeit sei man dabei, den Garten umzugraben und zu säen, später müsse man sehen, wie man die Pflanzen groß bekomme. Es bleibe bei der zugesagten einen Milliarde Euro für den Ausbau der Elektromobilität, hob sie hervor. Man werde auch an den steuerlichen Entlastungen festhalten. Elektroautos würden für zehn Jahre von der Kraftfahrzeugsteuer befreit und die Regeln für die Dienstwagenbesteuerung zu ihren Gunsten geändert.

Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bekräftigten ihre Vorbehalte gegen eine Kaufprämie für Elektroautos. Der Vorsitzende der Nationalen Plattform Elektromobilität, Henning Kagermann, sagte, es wäre unschön, gleich am Anfang wie Frankreich mit Prämien zu arbeiten. Dies könne erst ein Thema sein, wenn von 2014 an der Markt verstärkt hochgefahren werde. Vorher gehe es darum, in die Forschung, Ausbildung und Normung zu investieren. Die Wirtschaft will dazu insgesamt 17 Milliarden Euro in die Hand nehmen. Im übernächsten Jahr sollen deutlich mehr Modelle mit dem leisen Antrieb auf dem Markt sein.

Den größten Entwicklungsbedarf gebe es bei den Batterien, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann. Nach den Worten Kagermanns hat die japanische Industrie hier noch einen „kleinen Vorsprung“, da sie früher angefangen habe, sich damit zu beschäftigen. Wie Wissmann hervorhob, verfolgt die deutsche Industrie einen breiten Forschungsansatz, der nicht nur auf reine Elektroautos setze. Als Grund nannte der Verbandspräsident die Unsicherheit über die weitere Entwicklung. Man wisse nicht, was sich später auf dem Markt durchsetzen werde.

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Jahrgang 1961, Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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