23.01.2006 · Mehrere tausend Beschäftigte des Autozulieferers Continental haben am Montag gegen die drohende Stillegung der Pkw-Reifenfertigung im Conti-Werk in Hannover protestiert.
Mehrere tausend Beschäftigte des Autozulieferers Continental haben am Montag gegen die drohende Stillegung der Pkw-Reifenfertigung im Conti-Werk in Hannover protestiert. Im Laufe des bundesweiten Aktionstages sollten nach Angaben der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) an 26 Standorten bis zu 30.000 Teilnehmer bei Betriebsversammlungen zusammenkommen. Am Nachmittag war zudem eine Großkundgebung vor der Conti-Hauptverwaltung in Hannover geplant.
Die Proteste richten sich nach Angaben der Gewerkschaft gegen die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer und ganz konkret gegen die drohende Schließung der Pkw-Reifenproduktion in Hannover-Stöcken mit 320 Beschäftigten. Der Conti-Vorstand will diesen Zweig bis Mitte 2007 stillegen.
Gespräch zwischen Arbeitgebern und -nehmern am Dienstag
Die Gewerkschafter weisen darauf hin, daß das Werk „hochprofitabel“ sei und beklagen zudem die Verletzung einer Betriebsvereinbarung vom Sommer 2005, in der die Sicherung der Pkw-Reifenproduktion bis Ende 2007 festgelegt worden sei.
Die Continental AG setzt in dem Dissens unterdessen auf eine einvernehmliche Lösung. „Wir sind unverändert gesprächsbereit und haben weiter Interesse an einer konstruktiven Einigung mit den Arbeitnehmervertretern“, hatte ein Unternehmenssprecher am Sonntag erklärt. Er kündigte zudem an, daß Vertreter der Geschäftsleitung die Stöckener Beschäftigten am Montag regulär über Standortthemen informieren würden. Am Dienstag steht nach Gewerkschaftsangaben ein Gespräch zwischen Arbeitnehmervertretern und dem Conti-Vorstand an.
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