11.01.2010 · Das am meisten verkaufte Auto in Deutschland war im vergangenen Jahr abermals der Golf. Jeder 10. Neuwagen war 2009 ein Golf, der Absatz des Modells erhöhte sich um 58 Prozent. Hauptgrund für den Erfolg war die Abwrackprämie.
Von Christoph RuhkampDas am meisten verkaufte Auto in Deutschland war im vergangenen Jahr abermals der Golf. Das Kompaktwagen-Modell vom Hersteller Volkswagen wurde insgesamt 366.000 Mal neu zugelassen. Damit war jeder zehnte Neuwagen ein Golf, der Absatz des Modells erhöhte sich um 58 Prozent. Das geht aus der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in Flensburg hervor.
Hauptgrund für den außergewöhnlichen Markterfolg des Golf ist jedoch die staatlich finanzierte Abwrackprämie von 2500 Euro für jeden Kauf eines neuen Autos bei gleichzeitiger Verschrottung eines mehr als neun Jahre alten Wagens. Angetrieben von der Prämie, deren Gesamtvolumen 5 Milliarden Euro betrug, legte der Gesamtmarkt um 23 Prozent auf 3,8 Millionen zu. Doch im Jahr 2010 werden die Neuzulassungen nun wohl auf 2,8 Millionen sinken.
Der Polo kommt gleich hinter dem Golf
Da mit der Prämie vor allem günstige und privat genutzte Autos gekauft wurden, belegen hauptsächlich Kleinwagen die vorderen Plätze in der Verkaufsstatistik. Auf den zweiten Platz hinter dem Golf kam mit 109.000 Neuzulassungen – das ist ein Anstieg um gut die Hälfte – der Kleinwagen VW Polo vor dem Opel Corsa mit 107.000 Verkäufen. Auf Platz vier steht der Kompaktwagen Opel Astra mit 105.000 Stück. Rang fünf hält der Škoda Fabia mit 104.000 Autos, und auf Platz sechs folgt der Ford Fiesta mit 103.000 Stück.
Die sechs am meisten verkauften Autos liegen mit Absatzzuwächsen zwischen 38 und 136 Prozent über dem durchschnittlichen Marktwachstum von 23 Prozent. Anders als im Vorjahr kamen Mittelklasse-Modelle nur auf Plätze deutlich hinter den Klein- und Kompaktwagen. Der Grund: Autos aus diesem Segment sind teurer und kamen deshalb für die im Schnitt finanziell weniger gut gestellten Käufer, die die Abwrackprämie in Anspruch nahmen, selten in Frage. Besonders gut verkauften sich in der Mittelklasse das Modell VW Passat mit 85.000 Stück, die Mercedes C-Klasse, der Audi A4, S4 sowie der BMW 3er.
Unter den Kleinstwagen stand der Fiat Panda an der Spitze. Der Absatz des Erfolgsmodells der Italiener kletterte auf 59.000 Stück – eine Vervierfachung. In der oberen Mittelklasse lag mit deutlichem Abstand die Mercedes E-Klasse vorne. Der Absatz der wichtigsten Baureihe des Stuttgarter Konzerns erhöhte sich um 12 Prozent auf 48.000 Einheiten. Im neuen jahr bietet Daimler die E-Klasse in allen Varianten an – einschließlich eines Cabrios. Die Oberklasse wurde derweil angeführt vom BMW 7er, der mehr als 7000 Mal verkauft wurde – ein Plus von 74 Prozent.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.379,72 | −1,04% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2441 | −0,38% |
| Rohöl Brent Crude | 105,43 $ | −1,33% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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