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Auftragseinbruch Maschinenbau rechnet mit drastischen Jobverlusten

10.02.2009 ·  Lange galt der deutsche Maschinenbau als erfolgsverwöhnte Branche mit dickem Auftragspolster, als Motor des letzten Aufschwungs. Jetzt hat es auch ihn erwischt: Der Branchenverband meldet einen dramatischen Einbruch der Bestellungen. Schon ist von einem möglichen Abbau von 25.000 Stellen die Rede.

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Die Wirtschaftskrise wird beim deutschen Maschinenbau 2009 erstmals seit Jahren zu einem deutlichen Produktionsrückgang und Arbeitsplatzabbau führen. Es müsse mit dem Verlust von 25.000 Jobs gerechnet werden, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Dienstag in Frankfurt mit. Im Vorjahr hatte die Zahl der Stellen in dem wichtigen Industriezweig um 40.000 auf 975.000 zugelegt.

Die Fertigung werde 2009 voraussichtlich um sieben Prozent schrumpfen, prognostizierte der VDMA. Kunden im In- und Ausland seien verunsichert und verhängten teilweise Investitionsstopps. Allein im Dezember seien die Bestellungen um 40 Prozent eingebrochen.

Extreme Unsicherheit

Die Prognose sei allerdings unter extremer Unsicherheit erstellt worden, erklärte der Präsident des Branchenverbandes VDMA, Manfred Wittenstein. Es sei eine außergewöhnlich große Spreizung zwischen den einzelnen Bereichen zu erwarten: Während für Power Systems und Bergbaumaschinen Zuwächse vorauszusehen seien, müssten sich die Hersteller von Textilmaschinen und Werkzeugmaschinen auf zweistellige Minusraten einstellen.

Wittenstein erklärte, der Maschinenbau befinde sich „in einer Expedition ungewissen Ausgangs“. Dennoch sei „ein gewisser Optimismus angebracht“. Denn die Branche habe gelernt, mit der Krise besser umzugehen als vor 15 Jahren. Der Maschinenbau habe nach wie vor „die allerbesten Voraussetzungen, auf seinen langfristigen Wachstumspfad zurückzukehren“. Allerdings müsse es der Politik gelingen, neues Vertrauen bei den Marktteilnehmern zu wecken. Sonst würden die Milliarden der Konjunkturprogramme nutzlos verpuffen.

Die stark exportabhängige Maschinen- und Anlagenbaubranche war in den vergangenen fünf Jahren von einem Höhenflug zum anderen geeilt. 2008 hatte die Hersteller ihre Produktion noch um 5,4 Prozent auf ein Volumen von 194 Milliarden Euro gesteigert. Im Oktober hatte der Verband noch gehofft, dass die Fertigung trotz weltweiter Wirtschafskrise zumindest stagnieren werde.

Trotz der Einbrüche positive Jahresbilanz

Trotz dieser Einbrüche verlief das Gesamtjahr 2008 noch sehr positiv, mit neuen Rekorden bei Umsatz, Produktion und Beschäftigtenzahl, wie VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse betonte. Der deutsche Maschinenbau verzeichnete ein Produktionsplus von nominal 8 Prozent und real 5,4 Prozent auf ein Volumen von 194 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten wuchs um rund 40.000 auf geschätzt 975.000 Mitarbeiter. Der Maschinen- und Anlagenbau sei der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland, noch vor der Autoindustrie, erklärte Hesse.

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Von Heike Göbel

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