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Veröffentlicht: 11.07.2017, 10:30 Uhr

Auftrag an Thyssen Krupp Israel nimmt sieben Verdächtige im U-Boot-Deal fest

Israel hat deutsche U-Boote gekauft. Seit einiger Zeit ermitteln die Behörden mit Verdacht auf Korruption. Nun hat es die ersten Festnahmen gegeben.

© dpa Ein U-Boot der Dolphin-Klasse in einer Werft in Kiel - es wurde bereits an Israel übergeben.

Die israelische Polizei hat im Zuge der Korruptions-Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Kauf deutscher U-Boote sieben Personen festgenommen. Darunter befinde sich auch Miki Ganor, israelischer Vertriebspartner von Thyssen Krupp Marine Systems, bestätigte die Polizei an diesem Dienstag.

Ganor wird von David Schimron vertreten, der auch persönlicher Rechtsberater von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist. Die Festnahmen seien unter anderem wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Betrug erfolgt, sagte ein Sprecher. Drei der Verdächtigen befänden sich mittlerweile unter Hausarrest.

Bei dem angeblich 1,5 Milliarden Euro teuren Geschäft geht es um drei U-Boote von Thyssen Krupp Marine Systems in Kiel. Deutschland hat rund 570 Millionen Euro Zuschuss für den Kauf bis ins Jahr 2027 veranschlagt, wie die Regierung im Februar mitteilte. Die Bundesregierung unterstützt die U-Boot-Lieferungen, weil sie sich für die Sicherheit des Staates Israel besonders verantwortlich fühlt. Außerdem hat Israel im Jahr 2015 einen Vertrag zum Kauf von vier Korvetten abgeschlossen.

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Netanjahu wurde im vergangenen Jahr vorgeworfen, er habe den Kauf der U-Boote gegen den Willen von Militär und Verteidigungsministerium durchgesetzt. Sicherheitsexperten waren nach Medienberichten der Meinung, der Deal sei zu teuer, man wolle das Geld lieber in andere Waffensysteme investieren.

Schimron und Netanjahu haben die Korruptionsvorwürfe zurückgewiesen. Netanjahu hat betont, er habe sich beim Kauf der U-Boote nur von Sicherheitserwägungen leiten lassen.

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Von Hendrik Ankenbrand, Schanghai

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