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Aufspaltung angekündigt Milliardenverlust bei der Citigroup

 ·  Die schwer angeschlagene amerikanische Großbank Citigroup ist unerwartet tief in die roten Zahlen gerutscht: Allein im vierten Quartal verbucht die Bank ein Minus von 8,3 Milliarden Dollar - der fünfte Milliardenverlust in Folge. Nun wird sich die Bank aufspalten in eine „gute“ und eine „schlechte“ Bank. Die Zerschlagung gilt als endgültiger Abschied vom Modell eines Allfinanz-Konzerns.

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Die schwer angeschlagene amerikanische Großbank Citigroup ist im vierten Quartal unerwartet tief in die roten Zahlen gerutscht und spaltet sich auf. Im abgelaufenen Quartal sei ein Minus von 8,29 Milliarden Dollar oder 1,72 Dollar pro Aktie aufgelaufen, teilte die Bank am Freitag vor Börsenbeginn in Amerika mit. Analysten hatten im Schnitt mit lediglich 1,32 Dollar gerechnet. Die Einnahmen sanken um 13 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar. Für die Bank ist es der fünfte Milliarden-Verlust in Folge.

Die Citigroup erklärte zudem, sich in die beiden Bereiche Citi Holdings und Citicorp aufzuspalten. Dabei werde die Citicorp das klassische Bankgeschäft in mehr als 100 Ländern und mit Einlagen von etwa 1,1 Billionen Dollar repräsentieren, was zwei Drittel der Gesamt-Anlagen der Bank entspreche. Der übrige Teil werde in die Citi Holdings ausgelagert, die sich den Bereichen Brokerage und Retail-Asset-Management widmet.

„bad bank“ steht zum Verkauf

Der Schritt gilt als endgültiger Abschied vom Modell eines in allen Bereichen tätigen Allfinanz-Konzerns. Mit ihren zukünftig zwei Sparten schafft die Citigroup eine „gute“ und eine „schlechte“ Bank („bad bank“). Mit der Aufspaltung wird zudem der Verkauf großer Teile des Konzerns mit immensen problematischen Vermögenswerten sowie unter anderem Konsumentenkrediten und Handelsaktivitäten vorbereitet.

Die Bank baute allein seit Ende September fast 30.000 Stellen ab. Insgesamt soll die Zahl der Beschäftigten nach bisherigen Plänen auf rund 300.000 sinken - rund 75.000 weniger als noch vor einem Jahr. Im Gesamtjahr 2008 betrug der Verlust der Citigroup 18,7 Milliarden Dollar. Dies war das schlechteste Jahr in der Geschichte des vor gut zehn Jahren durch eine Mega-Fusion entstandenen Konzerns. 2007 hatte die Bank noch einen Gewinn von 3,6 Milliarden Dollar erzielt.

Das Ergebnis fiel noch schlechter aus als von Experten befürchtet. Die schwer gebeutelte Aktie stieg im vorbörslichen Handel dennoch. Die Anleger versprechen sich Händlern zufolge eine Sanierung der Bank durch die Aufspaltung.

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Von Rainer Hank

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