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Werk unter Wasser : Audi unterbricht Produktion nach Unwetter

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Audi-Werk in Neckarsulm: 2700 Mitarbeiter konnten am Montagmorgen ihre Schicht nicht antreten. Bild: dpa

„Elvira“ hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Auch wirtschaftliche Folgen bleiben nicht aus: Audi kann in Neckarsulm derzeit nicht produzieren. Der Neckar ist für Schiffe gesperrt und auch die Bahn kämpft gegen den Regen.

          Die Bilanz des Unwetters „Elvira“ ist schon jetzt erschreckend: Drei Tote und mehrere Verletzte hat das Unwetter gefordert. Und auch die Wirtschaft muss sich auf die Wetterlage einstellen. Der starke Regen hat in der Nacht zum Montag auch Teile des Audi-Werks im baden-württembergischen Neckarsulm unter Wasser gesetzt. Die gesamte Produktion stehe still, sagte eine Audi-Sprecherin. Seit den frühen Morgenstunden pumpe die Werksfeuerwehr das Wasser ab.

          Wann die Produktion wieder aufgenommen werden könne, sei noch unklar. Etwa 2700 Mitarbeiter konnten ihre Schicht am Morgen nicht antreten, sagte die Sprecherin. Bei Audi in Neckarsulm sind mehr als 16.000 Menschen beschäftigt. Das Werksgelände ist direkt an einem Kanal neben dem Neckar gelegen, außerdem fließt das Flüsschen Sulm am Rande des Geländes.

          Auch an anderen Orten kam es zu Beeinträchtigungen. Wegen „katastrophalen Hochwassers“ an den Nebenflüssen ist die Schifffahrt auf dem Neckar am Montag eingestellt worden. Die drei größten Zuflüsse Kocher, Enz und Jagst führten teilweise die drei- bis sechsfache Wassermenge, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts in Stuttgart. Die Tendenz sei weiter steil ansteigend. Somit könnten auf dem Neckar wohl noch bis Mittwoch keine Schiffe durchfahren. Für Probleme sorgten auch vom Unwetter entwurzelte Bäume, die sich nach Behördenangaben in den Wehren verfangen und die Schifffahrt dadurch weiter einschränken könnten. Auf dem Rhein blieb die Wassermenge zunächst unter einem für Schiffe bedenklichen Wert.

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          Die Deutsche Bahn kämpft derweil besonders in Bayern mit den Folgen des Unwetters. Seit Sonntagabend ist die Bahnstrecke Ansbach-Würzburg gesperrt, bestätigte ein Bahnsprecher gegenüber FAZ.NET. In zwei Bereichen habe es einen Böschungsabrutsch und eine Gleisunterspülung gegeben. Ab 11 Uhr soll auf einer Teilstrecke der Zugverkehr wieder aufgenommen werden. Auf den anderen Strecken greift die Bahn bis auf weiteres auf Schienenersatzverkehr zurück. „Aber auch hier gibt es große Probleme, weil auch mehrere Straßen gesperrt sind“, so der Sprecher.

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