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Atomkraftwerk Krümmel Vattenfall spricht von Schaden an Brennstäben

09.07.2009 ·  Der Stromkonzern hat nach der Panne im Atomkraftwerk Krümmel einen weiteren möglichen Schaden eingestanden. Es gebe mit großer Wahrscheinlichkeit einen Brennstab-Schaden. Dies habe aber nach ersten Erkenntnissen nichts direkt mit dem Trafo-Kurzschluss vom Wochenende zu tun.

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Der Stromkonzern Vattenfall hat nach der Panne im Atomkraftwerk Krümmel einen weiteren möglichen Schaden eingestanden. Es gebe mit großer Wahrscheinlichkeit einen Brennstab-Schaden, sagte der zuständige Vattenfall-Geschäftsführer Ernst Michael Züfle am Donnerstag in Berlin. Vielleicht seien einige wenige von rund 80.000 Brennstäben im Reaktor defekt. Dies sei bei einer Überprüfung nach der Schnellabschaltung festgestellt worden. Er betonte, dass ein solcher Schaden nicht bekannt gewesen sei, als das Kraftwerk kürzlich nach einer zweijährigen Pause wieder ans Netz ging.

Der Brennstabschaden sei eventuell durch ein Problem bei der Filterung im Wasserkreislauf zustande gekommen. Messungen hätten angezeigt, dass sich kleinste Teile im Reaktorwasser befinden, die die Kühlrohre beschädigen und kleinste Löcher verursachen. Dieses so genannte Fremdkörperfretting soll künftig durch den Einbau zusätzlicher Filter verhindert werden.

Der Schaden an den Brennstäben habe nach ersten Erkenntnissen nichts direkt mit dem Trafo-Kurzschluss vom Wochenende zu tun. Am 10. Juli werde der Druckbehälter geöffnet und das beschädigte Element ausgetauscht.

Vattenfall spricht von Schaden an Brennstäben

Ein Kurzschluss in einem Transformator hatte vor wenigen Tagen zur Schnellabschaltung des Atomkraftwerks geführt. Krümmel war nach einem Transformatorbrand im Jahr 2007 erst vor rund drei Wochen wieder ans Netz gegangen. Das Kraftwerk bleibe nun „mehrere Monate“ vom Netz getrennt. Bevor die Anlage wieder angefahren werde, würden die beiden Transformatoren erneuert, die die vom Atomkraftwerk produzierte Energie ins Netz speisen.

Der Energiekonzern hat nach eigenen Angaben noch keine Erkenntnisse über die genaue Ursache des jüngsten Störfalls. Der Trafo-Kurzschluss gehe aber wahrscheinlich auf die gleiche Ursache zurück wie bei der Panne vor zwei Jahren. Beide Trafos - der jetzt und der damals betroffene - seien zeitlich kurz hintereinander gebaut worden. Die bisherigen Untersuchungen erlaubten jedoch noch „keine abschließende Aussage über die Ursache“.

Vattenfall hat eine umfassende Aufklärung angekündigt. Ergebnisse würden vorgestellt sobald sie vorlägen. Trotz der jüngsten Pannen hält der Konzern jedoch am Betrieb des Reaktors fest, der zu den ältesten in Deutschland gehört. „Wir sehen keinen Grund für eine Abschaltung von Krümmel“, sagte der Europachef von Vattenfall, Tuomo Hatakka.

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Von Heike Göbel

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