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Arbeitsmarkt Schwierige Personalsuche in China

11.12.2007 ·  In China ist es besonders schwer, gut ausgebildete Fachkräfte zu finden. Die Sportartikelhersteller Puma und Adidas bestätigen das. Immer mehr Unternehmen expandieren nach China - alle suchen nach Personal.

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China ist eine besondere Herausforderung, auch wenn es darum geht, Fachkräfte zu gewinnen. „Der Arbeitsmarkt dort ist einer der interessantesten, aber auch der schwierigste, den ich je erlebt habe“, stellt Wolf-Bertram von Bismarck in einer Mischung aus Staunen und Stress fest. Bismarck ist stellvertretender Personalchef von Puma. In diesen Tagen ist er wieder einmal in Richtung Osten gereist, um in Schanghai einen Personalmanager für China und in Hongkong einen für die Region Pazifik zu finden. Auch Vertriebs- und Einzelhandelsspezialisten sucht Puma dort. „Die Auswahl an Talenten ist gering, weil viele Chinesen nicht besonders mobil sind und noch nicht gut genug Englisch sprechen“, berichtet Bismarck.

So jagen sich die Unternehmen gegenseitig die besten Kräfte ab und treiben damit deren Gehälter in die Höhe. Das beobachtet auch Matthias Malessa, der Personalchef von Adidas. „China und Russland sind die am schnellsten wachsenden Märkte.“ Da sich dort viele große internationale Unternehmen tummelten, sei der Wettbewerb um gute Leute in diesen Ländern am härtesten. „Dafür muss man Programme haben“, sagt Malessa und nennt als wichtigen Baustein Partnerschaften mit Hochschulen und Designschulen.

Fachkräftemangel auch in Europa

In Deutschland fällt es Adidas nach wie vor schwer, Fachkräfte für Informationstechnik, Finanzen und Logistik zu finden. „Das sind Felder, bei denen nicht sofort an Adidas gedacht wird.“ Malessa berichtet, die Vakanzen hätten sich inzwischen verkürzt, weil das Unternehmen die internationale Rekrutierung verbessert habe. Auch die eigenen Trainee-Programme würden verstärkt.

Puma klagt vor allem über Engpässe auf dem Markt für Vertriebsspezialisten mit Erfahrungen im Segment Sportartikel und Mode-Lifestyle. „Wir suchen auch Entwickler im Textilsegment, besonders für den Teamsport und für Kinderbekleidung“, sagt Bismarck. Für Stellen in Herzogenaurach - neben Boston und Hongkong eine der drei Zentralen - hat Puma das Suchgebiet längst auf Europa ausgedehnt, vor allem in den Norden und Westen.

Quelle: F.A.Z., 10.12.2007, Nr. 287 / Seite 21
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