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Arbeitslose Krisenkinder VW wird von Bewerbungen junger Spanier und Portugiesen überflutet

 ·  Ein Großteil der jungen Menschen in Spanien und Portugal sind durch die Krise arbeitslos. Und immer mehr von ihnen bewerben sich im Ausland. Volkswagen etwa verzeichnet einen Bewerbungsboom aus beiden Ländern.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (29)
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Miklas Ross

Was bleibt

den Leuten aus Spanien und Portugal auch übrig? Dableiben ist keine Option.

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gerd hodina
gerd hodina (hodger) - 20.01.2013 13:21 Uhr

@ Herrn Maehler & Co.....

Fakt ist und bleibt: Ein Großkonzern - dessen Gewinnmargen und Vorstandsgehälter einsame Welt-Spitze sind, ist (auch besonders) dem Gemeinwohl verpflichtet. Die Schaffung von ZUSÄTZLICHEN Ausbildungs-und Arbeitsplätzen für Jugendliche (aus Spanien, Portugal und gerne auch Deutschland) bleibt MORALISCHE Verpflichtung.

Das hat nichts mit "auf Großunternehmen einschlagen"...zu tun, sondern bleibt einfach das was es ist: Ethisch einwandfrei.

Den Rest des Kommentares verbuddeln wir mal schön im spanischen Sand am Strand....

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Torsten Krause
Torsten Krause (tkrause) - 20.01.2013 12:45 Uhr

in der VW-Presseabteilung sitzen wahre Genies, die verkaufen auch nonsens als Top-Meldung; VW

hatte also 104 von ueber 7.000 (!) neu zu besetzenden Stellen fuer Bewerber aus der Sued-Schiene vorgesehen, wow; das wird wohl regelmaessig so sei, VW muss ja seine dortigen Vertriebstoechter und die Produktionen von Seat, VW Pamplona, Lamborghini und Ducati am Laufen halten. Das sich Tausende von Suedeuropaeern bei der Grossindustrie in D, F & Co bewerben, das wird auh die Regel sein - Grossindustrie, duale Ausbildung oder verguetete Trainee-Pogramme gibt es ja bei uns nicht ... aber steht D wirklich noch so gut da, im tariflichen oder im ueber-tariflichen Bereich fuer Neueiseiger ? VW investiert alleine die Haelfte der beschriebenen 50 Mrd in chinesischen Standorten, die glauben wohl auch nicht mehr an die vermeintliche D-Oase, unbeleckt von der europaeischen Strukturkrise, die Euch Eure Polit-Heinis weiterhin so schillernd ausmalen.

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Ellen Ramcke
Ellen Ramcke (ellenR) - 20.01.2013 11:44 Uhr

Volkswagen investiert mehr als 50 Milliarden Euro

(Spiegel-Online 23.12.2012)
VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh begrüßte die Entscheidung als
"klares Bekenntnis zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Beschäftigung
bei Volkswagen gerade angesichts des schwierigen Umfelds in der
Automobilindustrie".
Angesichts der Eurokrise eine mutige Entscheidung, finde ich.

Die Arbeitsplätze bei Volkswagen sind hoch begehrt. Ich kann es
verstehen, dass viele Spanier und Portugiesen hier ihre grosse
Chance sehen. Allerdings sind die Einstellungsbedingungen sehr hoch geknüpft.
Jeder Hochschulabsolvent muss heute ein Assessment absolvieren. Dabei
wird neben dem fachlichen auch soziale Kompetenz und Teamfähigkeit
gefordert. Wer aber diese Prüfung schafft, kann sich glücklich
schätzen einen relativ sicheren Arbeitsplatz zu haben.

Diese Investitionen sind ein beispielhafter Beitrag für unsere
Gesellschaft. Im gegensatz zu anderen Profiteuren werden hier Arbeitsplätze
geschaffen. Ein Hinweis an unsere Politkasper in Brüssel (H Andor)

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Andreas Noreikat

Kurios

Vor drei Monate konnte man noch exakt das Gegenteil lesen. "Wo bleiben sie denn ?"

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Gerhart Manteuffel
Gerhart Manteuffel (cem_m) - 20.01.2013 10:17 Uhr

Wenn Deutschland helfen kann, ist es gut. Von beiden Seiten lernen, heisst die Devise.

Ist doch prima, wenn die Menschen zu uns kommen - demographisch kann es Deutschland gebrauchen und es sind keine Leute, die nur in die Sozialsysteme einwandern wollen, um Kindergeld und Sozialhilfe zu erlangen, wie es leider bei unserer jetzigen Ausländerpolitik mehrheitlich immer noch ist. Diese Leute sind zudem westlich, europäisch und auf unserer Seite und sorgen nicht für düstere Parallelgesellschaften mit hasserfüllten Ideologien und Hass-Predigern. Insofern ist es eine reine Bereicherung - von mir aus kann dieser Trend sich noch fortsetzen. Andererseits muss man natürlich diesen Gesellschaften helfen. Sie können von den deutschen Sozialreformen unter Schröder lernen wie sie ihre Länder wieder flott kriegen. Wenn dies seriös gemacht wird, kann auch finanzielle Aufbauhilfe geleistet werden. Wenn sie das duale System einführen wollen - bitte sehr! Warum nicht von der Stärke Deutschlands lernen. Umgekehrt können wir von der Bescheidenheit und Disziplin dieser Menschen lernen. Gut so

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Andreas Ritter

Ein Grund

die Löhne der Deutschen Arbeitnehmer zu senken

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.01.2013 10:55 Uhr
Karin Gossmann-Walter

es sollten die

Löhne der deutschen Arbeitnehmer steigen, sie waren jahrelang gleich oder sind stagniert,
würde den Arbeitnehmern in Deutschland etwas bringen vom Exportwunder, von dem nur
mehr oder weniger die Konzerne partizipieren - und Südeuropa helfen.

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Jan Frisch

Ich bin verwirrt...

ist das jetzt eine kostenpflichtige Werbekampagne von VW? Ein Wink mit dem Zaunpfahl an die deutschen Uniabsolventen, dass sie sich vor dem nächsten Vorstellungsgespräch besser noch etwas wärmer anziehen sollen? Oder eine bewusste Verharmlosung der katastrophalen Zustände auf Südeuropas Arbeitsmärkten, Stichwort: "Ein Großteil der jungen Menschen".
Zudem wirft der Artikel mehr Fragen auf, als er beantwortet: Ist dieser Trend bei allen deutschen Unternehmen festzustellen? Konkurrieren die Billigfacharbeiter aus Südeuropa jetzt mit denen aus Osteuropa?
Ein alles in allem merkwürdig überflüssiger Artikel.

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Harald Muller
Harald Muller (FAZguy) - 19.01.2013 20:15 Uhr

Das ist super für die großen Konzerne,

und schlecht für deutsche Volk. Die Konzerne können aus der ganzen Masse der Bewerber sich die Rosinen rauspicken. Top qualifizierte Arbeiter (Sklaven) mit möglichst geringem Gehalt. So kann man den Gewinn maxinieren!!!
Und wer finanziert dann die ganzen Arbeitslosen in Deutschland??? Natürlich die, die noch Arbeit haben mit Ihren hohen Steuerabgaben. Die Konzerne müssen ja Ihren Gewinn nicht in Deutschland versteuen, der Gewinn wird ja in Steuerparadiesen gemacht!
Die verfluchten Konzerne sollten enteignet werden, denn der Gewinn gehört dem Angestellten und Arbeitern und nicht diesen Parasiten!!!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.01.2013 22:12 Uhr
Chi Tamago
Chi Tamago (tamago) - 19.01.2013 22:12 Uhr

So ein Unsinn, Herr Müller

Offensichtlich haben Sie keinerlei Einblick in die Personalpolitik großer Konzerne.
Eingestellt wird nur nach Stellenplan, da sind alle Stellen bewertet und ein Betriebsrat wacht pedantisch darüber, daß die Gehälter dem Stellenplan entsprechen. Jeder Abweichung würde der Betriebsrat sofort widersprechen. Da gibt es keine Sklaven, da gibt es Mitarbeiter, die selbstverständlich gefordert aber auch gefördert werden. Für Leute, die nicht gefordert werden wollen, ist das natürlich nichts. Die reden dann von Sklaven.

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gerd hodina
gerd hodina (hodger) - 19.01.2013 16:56 Uhr

VW PR - und nichts als bunte SEIFENBLASEN...

ach toll, einer der grössten Automobilkonzerne der Welt schreibt ganze 104 offene Stellen aus und bekommt 3.600Bewerbungen? Allein darüber sollte man in aller Ruhe nachdenken - hier wird mit der Not junger Menschen "Zahlen-Spielerei" und miese PR betrieben. Wieviele Spanier und Portugiesen wurden denn von VW dann wirklich eingestellt? Das Ergebnis ist unbekannt, bildet aber die Realität ab - und: Wird sicher nicht kommuniziert - weil mit diesem Ergebnis kein "Staat zu machen wäre"...

Wie war das gleich noch in Schwäbisch Hall: (Spiegel online vom 31.07.2012): Von 15.000(!!) eingegangenen Bewerbungen allein aus Portugal haben die Unternehmen nur 26 (!!!) Menschen eingestellt.

FAZIT: Lassen wir uns hier von einem Weltkonzern für dumm verkaufen?
JA, solange ich nicht die Pressemeldung lese: VW legt ein unternehmensorientiertes Lern-und Ausbildungsprogramm für Spanien/Portugal auf - 5000 Jugendliche bekommen Arbeit und Ausbildung!

Konzept und Idee? Kein Problem. Die FAZ leitet weiter..

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.01.2013 17:35 Uhr
Rolf-Dirk Maehler

@ gerd hodina (hodger) - Auch bei großen Unternehmen müssen die Bewerber gewisse ...

... Einstellungsvoraussetzungen erfüllen. Und gehen Sie mal davon aus, dass nicht die Anzahl der Bewerbungen auch schon gleich die Einstellungsvoraussetzungen mitliefert. Als jemand der schon eine ganze Reihe von Jahren in Spanien lebt, kann ich Ihnen versichern, dass auch hier z.b. die Schule ihren Bildungsauftrag nur sehr ungenügend erfüllt. Und auch wenn junge Menschen immer sehr wortreich Einstellungen fordern, so sagt das noch nichts über ihren Leistungswillen und ihren Bildungsstand aus. Und nur so am Rande sei bemerkt, dass gerade die VW-Gruppe hier in Spanien sowohl bei SEAT als auch bei den Marken VW, AUDI und Skoda im Rahmen des Kundendienstes viele Stellen anbietet. Und man bietet dort auch erstklassige berufliche Ausbildung. Man darf sich also fragen was Ihr planloses Einschlagen auf Großunternehmen soll - insbesondere ohne Sachargumente.

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wolfgang lotz

Hoffnung fuer die Zukunft ...

... gibt eine solche Nachricht. Grossartig ... wenn die besten -- jungen -- Koepfe Europas nach D. kommen wollen, um zu ARBEITEN(!!) weil sie D. als Land der Zukunft sehen. Lasst sie kommen, gebt ihnen eine faire Chance sich zu integrieren - trotz der haeufigen "Miesepampelei" der Alteingessenen. Dann besteht eine -- echte -- Chance, dass " die Rente gesichert ist" !!!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.01.2013 10:57 Uhr
Karin Gossmann-Walter

und Herr Lotz,

was wird dann aus Südeuropa ????? - nicht nur Deutschland ist Europa

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bernd stegmann

Wie einfältig Ihre Argumentation doch ist. Im Strang zu Herrn Hansen ist bereits alles substanzielle

geschrieben worden.

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Peter-Paul Gansen

Vorschlag - nicht von mir

An anderer Stelle las ich den Vorschlag, man solle in Deutschland Frühverrentungsprogramme aufsetzen, damit wir der Jugend Südeuropas endlich mehr Arbeitsplätze anbieten können.
Auch ohne solch absurde und gesellschaftsschädigende Planwirtschaft wird es durch diesen Run auf den deutschen Arbeitsmarkt immer schwerer werden, hier ein ausreichendes Einkommen zu erzielen und genugend Arbeitszeit zu leisten, um im Alter abgesichert zu sein.
Diese Woche sah ich einen Bericht über einen spanischen Elektroingenieur, der seine Arbeit hier für 1200 Euro netto anbietet. Die neue Form des Lohndumpings durch Fachkräfte.
Die meisten Deutschen leben noch im Wolkenkuckucksheim und glauben an das Positve der EU-Personenfreizügigkeit. Ich denke, sie beschert uns noch mehr Einwanderung, die wir über das Sozialsystem auffangen. Die Entsendeländer verlieren gleichzeitig ihre motiviertesten Jugendlichen. Die EU macht Europa kaputt.

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Antworten (12) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.01.2013 18:35 Uhr
Peter-Paul Gansen

Frau Gossmann-Walter,

ich glaube, dass die funktionierende Personenfreizügigkeit eine krampfhafte Wunschvorstellung vieler Deutscher ist, gerade von solchen, die sich mit ihrem Land etwas schwertun. Ich habe die Personenfreizügigkeit schon selbst ausgenutzt, um in zwei Ländern für jeweils zwei Jahre zu arbeiten. Trotzdem denke ich, dass insgesamt ein großer Schaden entsteht.
Personenfreizüzgigkeit und Euro haben das gleiche Problem. Ich finde, sie können nur zwischen passenden Ländern funktionieren.
Wenn eine Personenfreizügigkeit zwischen Deutschland und sagen wir mal GB lange gut funktioniert hat, weil ungefähr gleichviel Menschen ein Interesse haben, von einem Land ins andere zu wechseln, dann heißt das nicht, dass dies auch mit Polen, Rumänien oder vielleicht mal der Ukraine ebenso gutgeht. Arbeitsmöglichkeiten und unterschiedliche Sozialsysteme lassen die Migrationsströme ziemlich einseitig werden. Wo gibt es denn gerade eine Wohnungsnot?

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Karin Gossmann-Walter

Herr Gansen,

die EU-Personenfreizügigkeit ist für mich eine wichtige Errungenschaft. So hat jeder die Chance dort zu leben, zu arbeiten und zu studieren, wo er es in Europa für sich am
besten hält, ohne grosse behördliche Schranken.

NUR - die EU macht nicht aufgrund der Freizügigkeit Europa kaputt, es ist die Einheitswährung die Europa wirtschaftlich kaputt macht und nationale Kleingeistigkeit erstarken lässt.

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Andreas Ritter

Im Lande

Brandenburg und Mac Pommes ist noch Platz, aber keine Arbeit...

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Chi Tamago
Chi Tamago (tamago) - 19.01.2013 22:00 Uhr

1200€ Netto f ür einen Elektroingenieur?

Sorry, das ist Unsinn. Keine solide Firma würde zu diesem Gehalt einen qualifizierten Ingenieur einstellen. Das würde allen internen Regeln der Personalpolitik widersprechen. Man kann sich schon obscure Firmen vorstellen, die solche Angebote machen bzw. annehmen. Bei einer solch obscuren Firma würde ich auch für das dreifache nicht arbeiten wollen! Aber sicherlich wird das kein deutsches Industrieunternehmen tun, da kann man alle Firmen des DAX, TecDAX, MDAX und alle Familienunternehmen des Mittelstandes betrachten.

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Michael Scheffler

Herr Grünenbaum,

es ist widerlich, wenn jeder, der sich um seine HEIMAT sorgt, als Ewiggegtriger hingestellt wird. Nun sind Spanier und Portugiesen aus dem christlichen Kulturkreis und können sich sicher gut integrieren. Aber: wir haben wir schon ein sehr dicht besiedeltes Land. Neulich stand zu lesen, dass in Deutschland Wohnungen in Größenordnungen fehlen. Wir haben eine zersiedelte und verspargelte Landschaft. Zudem: ist es für die Einwanderer erstrebenswert, in zerrissenen Familen zu leben? Sicher wäre es doch besser, wenn Spaniens Wirtschaft laufen würde und die jungen Menschen in ihrer HEIMAT leben und Familien gründen würden. Schon einmal darüber nachgedacht, Herr Grünenbaum?

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Peter-Paul Gansen

Binnenmarkt?

@H.Sax
"Es entsteht also keine Verdrängung einheimischer Arbeitskräfte. Das haben sie wohl nicht begriffen. Der Pass der Zuwanderer ist somit irrelevant."
Sie gehen ja anscheinend davon aus, dass unsere Wirtschaft beliebig vielen (qualifizierten) Einwanderern NEUE Arbeitsstellen anbieten kann, ohne dass das irgendwelche Auswirkungen auf den bestehenden Arbeitsmarkt haben soll. Wenn das so wäre, dann würde der junge Spanier sich doch bestimmt nicht für 1200 Euro netto anbieten.
Wenn der Pass keine Rolle mehr bei der Teilhabe an dieser Gesellschaft spielen soll, in etwa bei der Arbeitserlaubnis oder dem Anspruch auf Sozialleistungen, dann können wir den Gesellschafts- und Generationenvertrag, der dieses Land NOCH ein wenig besser zusammenhält als andere, gleich wegschmeißen und dann bleibt uns nicht mehr viel, was uns dazu bewegen könnte diesen Mist weiter zu finanzieren und zu (er)tragen.

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Jan Frisch

@ Herbert Sax

Ich befürchte, dass Sie das Argument des Kommentars, den Sie kommentieren, überhaupt nicht verstanden haben.
Wenn Fachkräfte, wie der besagte Elektroingenieur, seine Arbeitskraft für nur 1200 Euro netto hier anbietet, welches Unternehmen stellt dann noch einen Elektroingenieur ein, der auf ein angemessenes Gehalt besteht? Die Grundsatzmaxime des "immer mehr, immer schneller und immer billiger" ist nichts anders als das Auffrühstücken der Zukunft - denn unser Sozialsystem ist darauf ausgelegt, dass Menschen während ihrer Erwerbstätigkeit ALLES erwirtschaften, was Sie für ihre (statistisch gesehen) über 80 Lebensjahre brauchen - und das klappt nicht mit 1200 netto - weder hier, noch in Spanien oder sonstwo in Europa.
Aber vermutlich möchten Sie die garantierte Altersarmut einfach nach Indien auslagern - da kann man von 1200 Euro anständig leben. Fraglich jedoch, welcher alte Mensch aus Kostengründen sein Leben in Entwicklungsländern beenden will, nur damit der Shareholdervalue stimmt?

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Peter-Paul Gansen

HartzIV

@Bruxmann
Stellen Sie sich vor, der beschriebene spanische Elektroingenieur arbeitet tatsächlich für 1200 netto im Monat. Hat er Frau und Kind, so erhält er zusätzlich Sozialhilfe. Ersetzt die deutsche Industrie ältere einheimische Ingenieure durch junge, billige und superausgebildete Südeuropäer, so sind es eben die Einheimischen, die entweder Arbeitslosengeld und HartzIV beantragen oder wahrscheinlicher zuerst ihre Altersersparnisse verwenden müssen. Zwar gibt es durchaus in einigen Branchen einen Zuwachs an Arbeitsplätzen, insgesamt ist die Zahl der Vollzeitstellen aber stark zurückgegangen. Bei dem starken Rückgang an Vollzeitstellen in den letzten 15 Jahren nach mehr Einwanderung zu schreien, halte ich für völlig verantwortungslos. Die EU wird sich darüber allerdings keine Gedanken machen. Auf die Vernunft der deutschen Politik kann man sowieso nicht zählen.

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Matthias Große
Matthias Große (Merwig) - 19.01.2013 15:34 Uhr

Herr Grünemann, welchen Sinn hat noch eine Nation, ein souveräner Staat, ...

wenn die eigenen Bürger zum Beispiel bei der Arbeitsplatzvergabe nicht bevorzugt werden können? Es ist auch ein Unding wie Sie gleich mit Ihrer Keule der Volksverhetzung kommen.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 19.01.2013 15:02 Uhr

Die EU ist ein Binnenmarkt den sie leider nicht begreifen

Wenn gut ausgebildete Fachkräfte aus EU-Staaten hier einen Job finden von dem sie sich ernähren können, erhöht dies lediglich die Bevölkerungszahl in unserem Lande. Der Markt wird größer und damit steigt auch das Bruttosozialprodukt weil diese Leute hier auch wohnen, kaufen und konsumieren. Es entsteht also keine Verdrängung einheimischer Arbeitskräfte. Das haben sie wohl nicht begriffen. Der Pass der Zuwanderer ist somit irrelevant. Wenn sie die Freizügigkeit innerhalb der EU wieder einschränken wollen arbeiten sie mit den Argumenten von Vorgestern. Das einzige Problem entsteht nur wenn Zuwanderer in unser Sozialsystem einwandern, also unproduktiv sind. Dem kann man aber begegnen wenn man die Anreize hierzu abschafft. Fachkräfte die zuhause keinen Job finden, belasten zudem das Sozialsystem der Herkunftsländer. Es ist also eher kontraproduktiv die Leute zuhause in die Arbeitslosigkeit zu senden.

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Peter-Paul Gansen

"Dünne Grundlage"

@Bruxmann
Die dünne Grundlage, mit der Sie andere zu Ewiggestrigen, bösen Nationalisten und sogar Volksverhetzern abstempeln, scheint Sie hingegen nicht zu stören. Selbstgerechtigkeit gepaart mit einer angenommen moralischen Überlegenheit sollte uns doch nicht davon abhalten, ehrlich über Probleme zu reden. Oder?
Zum Beispiel würde mich mal interessieren, wie Sie sich einen Mindestlohn für Ingenieure vorstellen. Denken Sie eigentlich, dass Mindestlöhne Sozialkosten verhindern und wer soll diese Sozialkosten tragen? Wenn wir von Spanien reden, die ihre Erfahrungen mit der Personenfreizügigkeit gemacht haben, glauben Sie, dass die Spanier die Einwanderung (z.B. aus Rumänien), die sie über die Personenfreizügigkeit selbst empfangen haben, jetzt noch positiv sehen, wo für die eigene Jugend keine Arbeit mehr da ist?

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Ronald Gruenebaum

Unfug

Erstaunlich, auf welch dünner Grundlage man auf die EU eindreschen kann.

Sozialdumping zu verhindern, ist nicht die Aufgabe der EU (schon weil die EU-Verträge das gar nicht erlauben) sondern des deutschen Gesetzgebers. Das kann sehr schnell über eine Mindestlohnregelung geschehen.

Mir graut vor Menschen, die Errungenschaften wie die Freizügigkeit in der EU ohne Scham einfach abschaffen wollen. Das ist der böse nationalistische Geist der Vergangenheit, der Deutschlands Zukunft ernsthaft gefährdet, denn wir profitieren am meisten von einem offenen Europa.

Bemerkenswert ist auch der Widerspruch in Ihrem Kommentar: Die besten Menschen aus Südeuropa sind als gerade gut genug, um bei uns Hartz IVler zu werden? Das ist dann doch hart am Rande der Volksverhetzung.....

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19.01.2013, 11:38 Uhr

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