19.01.2013 · Ein Großteil der jungen Menschen in Spanien und Portugal sind durch die Krise arbeitslos. Und immer mehr von ihnen bewerben sich im Ausland. Volkswagen etwa verzeichnet einen Bewerbungsboom aus beiden Ländern.
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den Leuten aus Spanien und Portugal auch übrig? Dableiben ist keine Option.
Fakt ist und bleibt: Ein Großkonzern - dessen Gewinnmargen und
Vorstandsgehälter einsame Welt-Spitze sind, ist (auch besonders)
dem Gemeinwohl verpflichtet. Die Schaffung von ZUSÄTZLICHEN
Ausbildungs-und Arbeitsplätzen für Jugendliche (aus Spanien,
Portugal und gerne auch Deutschland) bleibt MORALISCHE Verpflichtung.
Das hat nichts mit "auf Großunternehmen
einschlagen"...zu tun, sondern bleibt einfach das was es ist:
Ethisch einwandfrei.
Den Rest des Kommentares verbuddeln wir mal schön im spanischen
Sand am Strand....
in der VW-Presseabteilung sitzen wahre Genies, die verkaufen auch nonsens als Top-Meldung; VW
hatte also 104 von ueber 7.000 (!) neu zu besetzenden Stellen fuer Bewerber aus der Sued-Schiene vorgesehen, wow; das wird wohl regelmaessig so sei, VW muss ja seine dortigen Vertriebstoechter und die Produktionen von Seat, VW Pamplona, Lamborghini und Ducati am Laufen halten. Das sich Tausende von Suedeuropaeern bei der Grossindustrie in D, F & Co bewerben, das wird auh die Regel sein - Grossindustrie, duale Ausbildung oder verguetete Trainee-Pogramme gibt es ja bei uns nicht ... aber steht D wirklich noch so gut da, im tariflichen oder im ueber-tariflichen Bereich fuer Neueiseiger ? VW investiert alleine die Haelfte der beschriebenen 50 Mrd in chinesischen Standorten, die glauben wohl auch nicht mehr an die vermeintliche D-Oase, unbeleckt von der europaeischen Strukturkrise, die Euch Eure Polit-Heinis weiterhin so schillernd ausmalen.
Volkswagen investiert mehr als 50 Milliarden Euro
(Spiegel-Online 23.12.2012)
VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh begrüßte die Entscheidung
als
"klares Bekenntnis zur Sicherung von Arbeitsplätzen und
Beschäftigung
bei Volkswagen gerade angesichts des schwierigen Umfelds in der
Automobilindustrie".
Angesichts der Eurokrise eine mutige Entscheidung, finde ich.
Die Arbeitsplätze bei Volkswagen sind hoch begehrt. Ich kann es
verstehen, dass viele Spanier und Portugiesen hier ihre grosse
Chance sehen. Allerdings sind die Einstellungsbedingungen sehr hoch geknüpft.
Jeder Hochschulabsolvent muss heute ein Assessment absolvieren. Dabei
wird neben dem fachlichen auch soziale Kompetenz und Teamfähigkeit
gefordert. Wer aber diese Prüfung schafft, kann sich glücklich
schätzen einen relativ sicheren Arbeitsplatz zu haben.
Diese Investitionen sind ein beispielhafter Beitrag für unsere
Gesellschaft. Im gegensatz zu anderen Profiteuren werden hier Arbeitsplätze
geschaffen. Ein Hinweis an unsere Politkasper in Brüssel (H Andor)
Vor drei Monate konnte man noch exakt das Gegenteil lesen. "Wo bleiben sie denn ?"
Wenn Deutschland helfen kann, ist es gut. Von beiden Seiten lernen, heisst die Devise.
Ist doch prima, wenn die Menschen zu uns kommen - demographisch kann es Deutschland gebrauchen und es sind keine Leute, die nur in die Sozialsysteme einwandern wollen, um Kindergeld und Sozialhilfe zu erlangen, wie es leider bei unserer jetzigen Ausländerpolitik mehrheitlich immer noch ist. Diese Leute sind zudem westlich, europäisch und auf unserer Seite und sorgen nicht für düstere Parallelgesellschaften mit hasserfüllten Ideologien und Hass-Predigern. Insofern ist es eine reine Bereicherung - von mir aus kann dieser Trend sich noch fortsetzen. Andererseits muss man natürlich diesen Gesellschaften helfen. Sie können von den deutschen Sozialreformen unter Schröder lernen wie sie ihre Länder wieder flott kriegen. Wenn dies seriös gemacht wird, kann auch finanzielle Aufbauhilfe geleistet werden. Wenn sie das duale System einführen wollen - bitte sehr! Warum nicht von der Stärke Deutschlands lernen. Umgekehrt können wir von der Bescheidenheit und Disziplin dieser Menschen lernen. Gut so
die Löhne der Deutschen Arbeitnehmer zu senken
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.01.2013 10:55 Uhres sollten die
Löhne der deutschen Arbeitnehmer steigen, sie waren jahrelang
gleich oder sind stagniert,
würde den Arbeitnehmern in Deutschland etwas bringen vom
Exportwunder, von dem nur
mehr oder weniger die Konzerne partizipieren - und Südeuropa helfen.
Der Aderlaß Europas von Süd nach Nord scheint sich fortzusetzen und..
damit ist keinem gedient. Konzepte für Ausbildung müssen her
und es ist doch angesichts schrumpfender oder garnicht mehr vorhandener
Möglichkeiten im Heimatland keinem genutzt, wenn nur
Hochschulabsolventen in die Betriebe Deutschlands gehen. Sondern unser
Ausbildungssystem für Facharbeiter müsste ebenso in Anspruch
genommen werden, um den
Herkunftsländern wieder auf die Beine zu helfen. Das heisst, nicht
die Tüchtigen, Flexiblen und Intelligenten aus Südeuropa
abzuwerben, sondern diese nach der Ausbildung wieder dem Arbeitsmarkt in
den Herkunftsländern zuzuführen. Durch Arbeitsverträge.
Und Aufbau einer entsprechende Auffangstruktur im Herkunftsland. VW
könnte es.
Der andere Weg, die Besten abzusaugen, wird die Herkunftsländer in
eine noch stärkere Depression, in die Insolvenz, treiben.. Es ist
die Frage, ob diesen Raubtierkapitalismus wirklich einer will, ausser
denen, die keine Werte vertreten, sondern nur das Geld. Europas Jugend
muss die Chance bekommen mit Hilfe zur Selbsthilfe.
ist das jetzt eine kostenpflichtige Werbekampagne von VW? Ein Wink mit
dem Zaunpfahl an die deutschen Uniabsolventen, dass sie sich vor dem
nächsten Vorstellungsgespräch besser noch etwas wärmer
anziehen sollen? Oder eine bewusste Verharmlosung der katastrophalen
Zustände auf Südeuropas Arbeitsmärkten, Stichwort:
"Ein Großteil der jungen Menschen".
Zudem wirft der Artikel mehr Fragen auf, als er beantwortet: Ist dieser
Trend bei allen deutschen Unternehmen festzustellen? Konkurrieren die
Billigfacharbeiter aus Südeuropa jetzt mit denen aus Osteuropa?
Ein alles in allem merkwürdig überflüssiger Artikel.
Das ist super für die großen Konzerne,
und schlecht für deutsche Volk. Die Konzerne können aus der
ganzen Masse der Bewerber sich die Rosinen rauspicken. Top qualifizierte
Arbeiter (Sklaven) mit möglichst geringem Gehalt. So kann man den
Gewinn maxinieren!!!
Und wer finanziert dann die ganzen Arbeitslosen in Deutschland???
Natürlich die, die noch Arbeit haben mit Ihren hohen Steuerabgaben.
Die Konzerne müssen ja Ihren Gewinn nicht in Deutschland versteuen,
der Gewinn wird ja in Steuerparadiesen gemacht!
Die verfluchten Konzerne sollten enteignet werden, denn der Gewinn
gehört dem Angestellten und Arbeitern und nicht diesen Parasiten!!!
So ein Unsinn, Herr Müller
Offensichtlich haben Sie keinerlei Einblick in die Personalpolitik
großer Konzerne.
Eingestellt wird nur nach Stellenplan, da sind alle Stellen bewertet und
ein Betriebsrat wacht pedantisch darüber, daß die
Gehälter dem Stellenplan entsprechen. Jeder Abweichung würde
der Betriebsrat sofort widersprechen. Da gibt es keine Sklaven, da gibt
es Mitarbeiter, die selbstverständlich gefordert aber auch
gefördert werden. Für Leute, die nicht gefordert werden
wollen, ist das natürlich nichts. Die reden dann von Sklaven.
Herr Gansen, was haben Sie da genau gelesen?
Sind Sie sicher, dass der spanische Elektroingenieur hier eine Stelle
für 1200 Euro netto angetreten hat?
'Und die Bewerber erhalten, sobald sie einen Arbeitsvertrag für
mindestens sechs Monate in der Tasche haben, bis zu 1200 € für
ihre Reise zum Vorstellungsgespräch und den Umzug.'
Originalzitat von EU-Kommisar Làszlo Andor.
Da wird wohl eher ein Schuh draus!
Bitte genau lesen und keine Polemik!
Herr Mora,
Pardon akzeptiert.
Das Beispiel ist nicht aus der Luft gegriffen. Es geht in dem Artikel,
den wir kommentieren, und dem Thema im weiteren Sinn ja genau um
Menschen in dieser Situation. Gerade wenn auch junge deutsche Ingenieure
keine angemessenen Angebote erwarten können, wiegt diese neue
Konkurrenz besonders schwer. Nebenbei sagt das viel über den
Wahrheitsgehalt hinter dem Begriff Fachkräftemangel aus. Die Wiwo
hat dazu gute Beiträge.
Sehr geehrter Herr Gansen...
Eine Belehrung war sicher nicht meine Absicht, pardon!
Ich habe mir die Doku angeschaut und muss Ihnen Recht geben.
Trotzdem bleibt ein ABER... denn wenn man Ihren Beitrag liesst, so kommt
dieser bei mir als Empfänger so an, als ob nun jeder spanische
Ingenieur für Dumpinglöhne in Deutschland arbeiten geht und
das ist ja nicht der Fall. Wenn man den Fall im Kontext betrachtet, so
kann man verstehen, warum er 1200 Euro Netto als gutes Gehalt ansieht.
In Spanien würde er noch weniger bekommen und er kennt die
entsprechenden Gehälter in D nicht. Dazu kommt sein zur Zeit noch
sehr schlechtes Deutsch, was die Vermittlung schwer macht und er hat
bisher auch in Spanien nur als Praktikant nach seinem Studium
gearbeitet. Auch für junge deutsche Ingenieure gibt es meist nur
sehr moderate und sicher keine marktkonformen Gehälter, vor allem
wenn man nur Praktika vorweisen kann.
Danke für den Link, es war interessant.
Noch einen schönen Abend
Auch wenn Ihr Kommentar ziemlich belehrend ist, ...
... will ich klarstellen, dass Ihre Behauptung nicht zutrifft und dass es sich tatsächlich um die Gehaltsvorstellung dieses Mannes handelte. Zu sehen war dies bei Planetopia. Ist noch im Internet abrufbar.
VW PR - und nichts als bunte SEIFENBLASEN...
ach toll, einer der grössten Automobilkonzerne der Welt schreibt
ganze 104 offene Stellen aus und bekommt 3.600Bewerbungen? Allein
darüber sollte man in aller Ruhe nachdenken - hier wird mit der Not
junger Menschen "Zahlen-Spielerei" und miese PR betrieben.
Wieviele Spanier und Portugiesen wurden denn von VW dann wirklich
eingestellt? Das Ergebnis ist unbekannt, bildet aber die Realität
ab - und: Wird sicher nicht kommuniziert - weil mit diesem Ergebnis kein
"Staat zu machen wäre"...
Wie war das gleich noch in Schwäbisch Hall: (Spiegel online vom
31.07.2012): Von 15.000(!!) eingegangenen Bewerbungen allein aus
Portugal haben die Unternehmen nur 26 (!!!) Menschen eingestellt.
FAZIT: Lassen wir uns hier von einem Weltkonzern für dumm verkaufen?
JA, solange ich nicht die Pressemeldung lese: VW legt ein
unternehmensorientiertes Lern-und Ausbildungsprogramm für
Spanien/Portugal auf - 5000 Jugendliche bekommen Arbeit und Ausbildung!
Konzept und Idee? Kein Problem. Die FAZ leitet weiter..
@ gerd hodina (hodger) - Auch bei großen Unternehmen müssen die Bewerber gewisse ...
... Einstellungsvoraussetzungen erfüllen. Und gehen Sie mal davon aus, dass nicht die Anzahl der Bewerbungen auch schon gleich die Einstellungsvoraussetzungen mitliefert. Als jemand der schon eine ganze Reihe von Jahren in Spanien lebt, kann ich Ihnen versichern, dass auch hier z.b. die Schule ihren Bildungsauftrag nur sehr ungenügend erfüllt. Und auch wenn junge Menschen immer sehr wortreich Einstellungen fordern, so sagt das noch nichts über ihren Leistungswillen und ihren Bildungsstand aus. Und nur so am Rande sei bemerkt, dass gerade die VW-Gruppe hier in Spanien sowohl bei SEAT als auch bei den Marken VW, AUDI und Skoda im Rahmen des Kundendienstes viele Stellen anbietet. Und man bietet dort auch erstklassige berufliche Ausbildung. Man darf sich also fragen was Ihr planloses Einschlagen auf Großunternehmen soll - insbesondere ohne Sachargumente.
... gibt eine solche Nachricht. Grossartig ... wenn die besten -- jungen -- Koepfe Europas nach D. kommen wollen, um zu ARBEITEN(!!) weil sie D. als Land der Zukunft sehen. Lasst sie kommen, gebt ihnen eine faire Chance sich zu integrieren - trotz der haeufigen "Miesepampelei" der Alteingessenen. Dann besteht eine -- echte -- Chance, dass " die Rente gesichert ist" !!!
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.01.2013 10:57 Uhrund Herr Lotz,
was wird dann aus Südeuropa ????? - nicht nur Deutschland ist Europa
Wie einfältig Ihre Argumentation doch ist. Im Strang zu Herrn Hansen ist bereits alles substanzielle
geschrieben worden.
An anderer Stelle las ich den Vorschlag, man solle in Deutschland
Frühverrentungsprogramme aufsetzen, damit wir der Jugend
Südeuropas endlich mehr Arbeitsplätze anbieten können.
Auch ohne solch absurde und gesellschaftsschädigende Planwirtschaft
wird es durch diesen Run auf den deutschen Arbeitsmarkt immer schwerer
werden, hier ein ausreichendes Einkommen zu erzielen und genugend
Arbeitszeit zu leisten, um im Alter abgesichert zu sein.
Diese Woche sah ich einen Bericht über einen spanischen
Elektroingenieur, der seine Arbeit hier für 1200 Euro netto
anbietet. Die neue Form des Lohndumpings durch Fachkräfte.
Die meisten Deutschen leben noch im Wolkenkuckucksheim und glauben an
das Positve der EU-Personenfreizügigkeit. Ich denke, sie beschert
uns noch mehr Einwanderung, die wir über das Sozialsystem
auffangen. Die Entsendeländer verlieren gleichzeitig ihre
motiviertesten Jugendlichen. Die EU macht Europa kaputt.
Frau Gossmann-Walter,
ich glaube, dass die funktionierende Personenfreizügigkeit eine
krampfhafte Wunschvorstellung vieler Deutscher ist, gerade von solchen,
die sich mit ihrem Land etwas schwertun. Ich habe die
Personenfreizügigkeit schon selbst ausgenutzt, um in zwei
Ländern für jeweils zwei Jahre zu arbeiten. Trotzdem denke
ich, dass insgesamt ein großer Schaden entsteht.
Personenfreizüzgigkeit und Euro haben das gleiche Problem. Ich
finde, sie können nur zwischen passenden Ländern
funktionieren.
Wenn eine Personenfreizügigkeit zwischen Deutschland und sagen wir
mal GB lange gut funktioniert hat, weil ungefähr gleichviel
Menschen ein Interesse haben, von einem Land ins andere zu wechseln,
dann heißt das nicht, dass dies auch mit Polen, Rumänien oder
vielleicht mal der Ukraine ebenso gutgeht. Arbeitsmöglichkeiten und
unterschiedliche Sozialsysteme lassen die Migrationsströme ziemlich
einseitig werden. Wo gibt es denn gerade eine Wohnungsnot?
Herr Gansen,
die EU-Personenfreizügigkeit ist für mich eine wichtige
Errungenschaft. So hat jeder die Chance dort zu leben, zu arbeiten und
zu studieren, wo er es in Europa für sich am
besten hält, ohne grosse behördliche Schranken.
NUR - die EU macht nicht aufgrund der Freizügigkeit Europa kaputt,
es ist die Einheitswährung die Europa wirtschaftlich kaputt macht
und nationale Kleingeistigkeit erstarken lässt.
Im Lande
Brandenburg und Mac Pommes ist noch Platz, aber keine Arbeit...
1200€ Netto f ür einen Elektroingenieur?
Sorry, das ist Unsinn. Keine solide Firma würde zu diesem Gehalt einen qualifizierten Ingenieur einstellen. Das würde allen internen Regeln der Personalpolitik widersprechen. Man kann sich schon obscure Firmen vorstellen, die solche Angebote machen bzw. annehmen. Bei einer solch obscuren Firma würde ich auch für das dreifache nicht arbeiten wollen! Aber sicherlich wird das kein deutsches Industrieunternehmen tun, da kann man alle Firmen des DAX, TecDAX, MDAX und alle Familienunternehmen des Mittelstandes betrachten.
Herr Grünenbaum,
es ist widerlich, wenn jeder, der sich um seine HEIMAT sorgt, als Ewiggegtriger hingestellt wird. Nun sind Spanier und Portugiesen aus dem christlichen Kulturkreis und können sich sicher gut integrieren. Aber: wir haben wir schon ein sehr dicht besiedeltes Land. Neulich stand zu lesen, dass in Deutschland Wohnungen in Größenordnungen fehlen. Wir haben eine zersiedelte und verspargelte Landschaft. Zudem: ist es für die Einwanderer erstrebenswert, in zerrissenen Familen zu leben? Sicher wäre es doch besser, wenn Spaniens Wirtschaft laufen würde und die jungen Menschen in ihrer HEIMAT leben und Familien gründen würden. Schon einmal darüber nachgedacht, Herr Grünenbaum?
Binnenmarkt?
@H.Sax
"Es entsteht also keine Verdrängung einheimischer
Arbeitskräfte. Das haben sie wohl nicht begriffen. Der Pass der
Zuwanderer ist somit irrelevant."
Sie gehen ja anscheinend davon aus, dass unsere Wirtschaft beliebig
vielen (qualifizierten) Einwanderern NEUE Arbeitsstellen anbieten kann,
ohne dass das irgendwelche Auswirkungen auf den bestehenden Arbeitsmarkt
haben soll. Wenn das so wäre, dann würde der junge Spanier
sich doch bestimmt nicht für 1200 Euro netto anbieten.
Wenn der Pass keine Rolle mehr bei der Teilhabe an dieser Gesellschaft
spielen soll, in etwa bei der Arbeitserlaubnis oder dem Anspruch auf
Sozialleistungen, dann können wir den Gesellschafts- und
Generationenvertrag, der dieses Land NOCH ein wenig besser
zusammenhält als andere, gleich wegschmeißen und dann bleibt
uns nicht mehr viel, was uns dazu bewegen könnte diesen Mist weiter
zu finanzieren und zu (er)tragen.
@ Herbert Sax
Ich befürchte, dass Sie das Argument des Kommentars, den Sie
kommentieren, überhaupt nicht verstanden haben.
Wenn Fachkräfte, wie der besagte Elektroingenieur, seine
Arbeitskraft für nur 1200 Euro netto hier anbietet, welches
Unternehmen stellt dann noch einen Elektroingenieur ein, der auf ein
angemessenes Gehalt besteht? Die Grundsatzmaxime des "immer mehr,
immer schneller und immer billiger" ist nichts anders als das
Auffrühstücken der Zukunft - denn unser Sozialsystem ist
darauf ausgelegt, dass Menschen während ihrer Erwerbstätigkeit
ALLES erwirtschaften, was Sie für ihre (statistisch gesehen)
über 80 Lebensjahre brauchen - und das klappt nicht mit 1200 netto
- weder hier, noch in Spanien oder sonstwo in Europa.
Aber vermutlich möchten Sie die garantierte Altersarmut einfach
nach Indien auslagern - da kann man von 1200 Euro anständig leben.
Fraglich jedoch, welcher alte Mensch aus Kostengründen sein Leben
in Entwicklungsländern beenden will, nur damit der Shareholdervalue stimmt?
HartzIV
@Bruxmann
Stellen Sie sich vor, der beschriebene spanische Elektroingenieur
arbeitet tatsächlich für 1200 netto im Monat. Hat er Frau und
Kind, so erhält er zusätzlich Sozialhilfe. Ersetzt die
deutsche Industrie ältere einheimische Ingenieure durch junge,
billige und superausgebildete Südeuropäer, so sind es eben die
Einheimischen, die entweder Arbeitslosengeld und HartzIV beantragen oder
wahrscheinlicher zuerst ihre Altersersparnisse verwenden müssen.
Zwar gibt es durchaus in einigen Branchen einen Zuwachs an
Arbeitsplätzen, insgesamt ist die Zahl der Vollzeitstellen aber
stark zurückgegangen. Bei dem starken Rückgang an
Vollzeitstellen in den letzten 15 Jahren nach mehr Einwanderung zu
schreien, halte ich für völlig verantwortungslos. Die EU wird
sich darüber allerdings keine Gedanken machen. Auf die Vernunft der
deutschen Politik kann man sowieso nicht zählen.
Herr Grünemann, welchen Sinn hat noch eine Nation, ein souveräner Staat, ...
wenn die eigenen Bürger zum Beispiel bei der Arbeitsplatzvergabe nicht bevorzugt werden können? Es ist auch ein Unding wie Sie gleich mit Ihrer Keule der Volksverhetzung kommen.
Die EU ist ein Binnenmarkt den sie leider nicht begreifen
Wenn gut ausgebildete Fachkräfte aus EU-Staaten hier einen Job finden von dem sie sich ernähren können, erhöht dies lediglich die Bevölkerungszahl in unserem Lande. Der Markt wird größer und damit steigt auch das Bruttosozialprodukt weil diese Leute hier auch wohnen, kaufen und konsumieren. Es entsteht also keine Verdrängung einheimischer Arbeitskräfte. Das haben sie wohl nicht begriffen. Der Pass der Zuwanderer ist somit irrelevant. Wenn sie die Freizügigkeit innerhalb der EU wieder einschränken wollen arbeiten sie mit den Argumenten von Vorgestern. Das einzige Problem entsteht nur wenn Zuwanderer in unser Sozialsystem einwandern, also unproduktiv sind. Dem kann man aber begegnen wenn man die Anreize hierzu abschafft. Fachkräfte die zuhause keinen Job finden, belasten zudem das Sozialsystem der Herkunftsländer. Es ist also eher kontraproduktiv die Leute zuhause in die Arbeitslosigkeit zu senden.
"Dünne Grundlage"
@Bruxmann
Die dünne Grundlage, mit der Sie andere zu Ewiggestrigen,
bösen Nationalisten und sogar Volksverhetzern abstempeln, scheint
Sie hingegen nicht zu stören. Selbstgerechtigkeit gepaart mit einer
angenommen moralischen Überlegenheit sollte uns doch nicht davon
abhalten, ehrlich über Probleme zu reden. Oder?
Zum Beispiel würde mich mal interessieren, wie Sie sich einen
Mindestlohn für Ingenieure vorstellen. Denken Sie eigentlich, dass
Mindestlöhne Sozialkosten verhindern und wer soll diese
Sozialkosten tragen? Wenn wir von Spanien reden, die ihre Erfahrungen
mit der Personenfreizügigkeit gemacht haben, glauben Sie, dass die
Spanier die Einwanderung (z.B. aus Rumänien), die sie über die
Personenfreizügigkeit selbst empfangen haben, jetzt noch positiv
sehen, wo für die eigene Jugend keine Arbeit mehr da ist?
Unfug
Erstaunlich, auf welch dünner Grundlage man auf die EU eindreschen kann.
Sozialdumping zu verhindern, ist nicht die Aufgabe der EU (schon weil
die EU-Verträge das gar nicht erlauben) sondern des deutschen
Gesetzgebers. Das kann sehr schnell über eine Mindestlohnregelung geschehen.
Mir graut vor Menschen, die Errungenschaften wie die Freizügigkeit
in der EU ohne Scham einfach abschaffen wollen. Das ist der böse
nationalistische Geist der Vergangenheit, der Deutschlands Zukunft
ernsthaft gefährdet, denn wir profitieren am meisten von einem
offenen Europa.
Bemerkenswert ist auch der Widerspruch in Ihrem Kommentar: Die besten
Menschen aus Südeuropa sind als gerade gut genug, um bei uns Hartz
IVler zu werden? Das ist dann doch hart am Rande der Volksverhetzung.....
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