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Aral senkt den Super-Preis Super- und Normalbenzin kosten gleich viel

30.11.2007 ·  Branchenkenner fürchten schon lange, dass die Anbieter das Normalbenzin abschaffen wollen. Jetzt hat Aral den Preis für Super gesenkt, so dass beide Sorten genau gleich viel kosten. Auch bei den Konkurrenten nähern sich die Preise immer stärker an.

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Der Preisabstand zwischen Normalbenzin und Superbenzin wird zum zweiten Mal in diesem Jahr gesenkt. Die größte deutsche Tankstellenkette Aral verkauft beide Sorten ab sofort zum gleichen Preis. Die zweitgrößte Kette Shell senkt den Preisabstand auf einen halben Cent. Seit August betrug der Preisunterschied zwischen Super und Normal einen Cent, davor jahrelang zwei Cent. Laut Ölbranche ist Normalbenzin auf dem Weltmarkt wegen hoher Nachfrage aus den Vereinigten Staaten inzwischen zeitweise teurer als Super.

„Aral senkt den Preis von Superbenzin um einen Cent auf das Niveau von Normalbenzin“, sagte Unternehmenssprecher Detlef Brandenburg am Freitag. Die Umstellung sei in der Region Karlsruhe und Thüringen/Sachsen begonnen worden, sagte er. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP folgte am Freitag das Rhein-Main-Gebiet.

„Wir haben bundesweit umgestellt“

Konkurrent Shell senkte den Preis für Superbenzin um einen halben Cent, so dass noch ein Preisabstand von einem halben Cent blieb. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern beträgt der Preisvorteil von Normalbenzin danach noch 25 Cent. „Wir haben bundesweit umgestellt“, sagte Shell-Sprecherin Cornelia Wolber.

Beide Anbieter wollen weiterhin Super und Normal anbieten, obwohl der Preisvorteil nach der Preisumstellung praktisch weggefallen ist. „Wir lassen dem Kunden die Wahl“, sagte die Shell-Sprecherin.

Zeitweise auf den internationalen Märkten sogar teurer

Laut Aral liegt der Anteil von Normalbenzin aktuell bei etwa 25 Prozent des Benzin-Absatzes. Seit der ersten Preisanpassung im August sei der Normal-Anteil nur sehr wenig gesunken, sagte der Aral-Sprecher.
Seit August betrug der Abstand zwischen Super- und Normalbenzin nur noch einen Cent statt zwei wie früher. Vor allem Fahrer älterer Autos waren damals betroffen, aber auch besonders sparsame Besitzer jüngerer Automodelle, die sowohl mit Super als auch Normalbenzin gefahren werden können. Die Konzerne hatten damals die Preise für Normalbenzin angehoben.

Als Grund für die Preisentwicklung nannten die Konzerne auch damals die weltweit hohe Nachfrage nach Normalbenzin, das auch als 91-Oktan-Benzin bezeichnet wird. Zeitweise sei Normal auf den internationalen Märkten sogar teurer gewesen als das eigentlich hochwertigere Super mit 95 Oktan. In Europa ist Normal nur noch in Deutschland und Österreich üblich. Die modernen spritsparenden kleinen Motoren verlangen meistens Superbenzin. In den Vereinigten Staaten fahren die Autos mit wesentlich einfacherer Motorentechnik, weshalb dort Normalbenzin dominiert.

ADAC: Konzerne wollen das Maximum an Profit herausholen

Branchenkenner vermuten seit Jahren, die Ölkonzerne wollten Normalbenzin ganz abschaffen: Dann würden die Kosten sinken, weil weniger Zapfpistolen gebraucht würden und weniger getrennte Tanks. Die Industrie „will von dem Produkt mit Sicherheit weg“, sagte der Chefredakteur des Fachblattes „EID“, Rainer Wiek. Normalbenzin sei ein Auslaufmodell.

Automobilverbände gehen laut „Bild“ auch davon aus, dass die Mineralölkonzerne das preiswertere Normalbenzin mittelfristig abschaffen wollen. „Klar ist, dass die Konzerne permanent das Maximum an Profit herausholen wollen“, sagte ADAC-Sprecher Andreas Hölzel dem Batt. „Deshalb wird Normal eher verteuert und dem Preis für Super angenähert - und nicht umgekehrt.“

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Von Heike Göbel

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