http://www.faz.net/-gqe-75200
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 14.12.2012, 08:14 Uhr

Ankündigung Bahlsen kehrt zum Weihnachtsgebäck zurück

Der Keksbäcker Bahlsen kommt offenbar nicht ohne Stollen und Lebkuchen nicht klar. Nach Kundenprotesten beschließt das Unternehmen, künftig doch auch in Deutschland Weihnachtsgebäck zu verkaufen.

© dpa Weiter im Sortiment.

Der Kekskonzern Bahlsen nimmt nach Protesten von Verbrauchern sein Aus für den Verkauf von Weihnachtsgebäck in Deutschland zurück. „Wir haben die emotionale Bedeutung des Weihnachtsgebäcks für unsere Kunden unterschätzt“, sagte Firmeninhaber Werner Michael Bahlsen der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vom Freitag. Der Name Bahlsen sei offenbar für mehr Verbraucher als gedacht so eng mit Weihnachten verknüpft, dass die Marke insgesamt bei einem Ausstieg Schaden genommen hätte.

Ende Juli hatte Bahlsen angekündigt, 2013 aus der Produktion von Saisongebäck für den Heimatmarkt auszusteigen. Als Grund nannte der Konzern den durch Handelsmarken angefeuerten Wettbewerb, der zu einem starken Preisdruck geführt habe. Das Backen von Lebkuchen, Spekulatius, Zimtsternen und Co. sei vergleichsweise aufwendig, weil dafür zusätzliche Gewürze und Rohstoffe teuer eingekauft und meist Saisonkräfte eingestellt werden müssten.

Mehr zum Thema

Auf die Ankündigung des Konzerns gab es vor allem im Internet Proteste von Kunden. Auch aus dem Einzelhandel habe es „negative Reaktionen“ gegeben, räumte Bahlsen ein. Der Kekskonzern stellt seit mehr als 75 Jahren Weihnachtsgebäck her. Der Firmeninhaber kündigte an, das Sortiment straffen zu wollen. Darum solle sich nun eine eigens eingesetzte Mannschaft kümmern. „Wir müssen an unserer Profitabilität arbeiten“, forderte Bahlsen.

Quelle: AFP

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Listerien Wurstfirma ruft gesamtes Sortiment zurück

Das Unternehmen Sieber beliefert unter anderem die Flughäfen München und Frankfurt. Nun rufen die Bayern alle Produkte zurück wegen gesundheitsgefährdenden Bakterien. Mehr

30.05.2016, 13:47 Uhr | Wirtschaft
Regierungskrise Österreichs Bundeskanzler Faymann tritt zurück

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann ist nach monatelangem Ringen um den Kurs seiner Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) in der Flüchtlingskrise zurückgetreten. Er legte alle seine politischen Ämter mit sofortiger Wirkung nieder. Mehr

09.05.2016, 18:25 Uhr | Politik
Präsidentenwahl in Österreich Europa blickt gespannt nach Wien

Wird der rechtspopulistische Politiker Norbert Hofer nächster Präsident des Landes? Oder gelingt es Grünen-Kandidat Alexander Van der Bellen, im letzten Moment noch Nichtwähler für sich zu mobilisieren? Mehr

22.05.2016, 13:52 Uhr | Politik
Cape Canaveral SpaceX gelingt Raketenstart und Landung

Nach dem Start in Cape Canaveral kehrte die wiederverwendbare Raketenstufe planmäßig zur Erde zurück und landete auf einer schwimmenden Plattform. Mehr

06.05.2016, 15:17 Uhr | Gesellschaft
Arbeitsmarktreformen Hollande macht den Schröder

Obwohl es in ganz Frankreich zu Protesten und Streiks kommt, weicht Präsident Hollande von seinen Reformenplänen nicht ab. Inzwischen bezeichnet er sich als Sozialdemokrat - in Anlehnung an Gerhard Schröder. Mehr Von Michaela Wiegel, Paris

17.05.2016, 18:08 Uhr | Politik

Not-Millionen für die Milchbauern

Von Jan Grossarth

Landwirtschaftsminister Christian Schmidt verspricht den Milchbauern hundert Millionen Euro „plus x“, weil die unter dem niedrigen Milchpreis leiden. Das wird den Bauern aber nicht viel helfen. Mehr 0


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Lebenserwartung Pirmasens, abgehängt

Arme Menschen haben wenig Geld und sterben früher. Pirmasens hält den traurigen Rekord. Ein Ortsbesuch. Mehr Von Corinna Budras und Sharon Exeler 0

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Bio lohnt sich

In Berlin berät der Landwirtschaftsminister mit Vertretern der Milchherstellung über die niedrigen Preise. Doch nicht die ganze Branche leidet gleichermaßen. Mehr 0