16.01.2009 · Die irische Regierung hat die Bank Anglo-Irish verstaatlicht - die drittgrößte Bank des Landes. Der ursprüngliche Plan, Geld in das angeschlagene Kreditinstitut zu stecken, habe sich als unzureichend erwiesen.
Irland verstaatlicht im Zuge der Finanzkrise seine erste Bank. Die Regierung übernehme die Anglo Irish Bank komplett, teilte Finanzminister Brian Lenihan am Donnerstagabend in Dublin mit.
Zunächst wollte die Regierung 1,5 Milliarden Euro in die Bank pumpen und so 75 Prozent der Anteile übernehmen. Doch dadurch könne die Zukunft der Bank nicht gesichert werden, sagte Lenihan. Alle Mitarbeiter würden ihre Jobs behalten. Für Kunden gebe es keinen Grund, sich Sorgen zu machen.
Aktien vom Handel ausgesetzt
Ende vergangenen Jahres waren mehrere Vorstandsmitglieder nach einer Kontroverse um geheime Kreditvergaben zurückgetreten. Unverantwortliches Verhalten hätte der Bank großen Schaden zugefügt, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. Die Aktien der Anglo Irish Bank sind am Freitagmorgen vom Handel an den Börsen in Dublin und London ausgesetzt worden.
Irlands Banken hat die Finanzkrise besonders hart getroffen. Bereits im Oktober hatte die Regierung Milliardengarantien für alle Einlagen bei den Banken verkündet.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.377,73 | −1,18% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2440 | −0,38% |
| Rohöl Brent Crude | 105,49 $ | −1,27% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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