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Amerika Letzte Großbank zahlt Staatshilfe zurück

15.12.2009 ·  Nach der Citigroup will nun auch die amerikanische Großbank Wells Fargo ihre Staatshilfe zurückzahlen. Auch für die amerikanischen Steuerzahler ist das eine gute Nachricht: Die Regierung sei nun auf gutem Weg, die zur Bankenrettung eingesetzten Steuergelder um mehr als 75 Prozent zu reduzieren, hieß es.

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Die amerikanische Großbank Wells Fargo will mit ihren Wettbewerbern gleichziehen und die erhaltenen Staatshilfen zurückzahlen. Wells Fargo hatte auf dem Höhepunkt der Finanzkrise rund 25 Milliarden Dollar aus dem Bankenrettungsprogramm „Tarp“ der amerikanischen Regierung erhalten.

Die Rückzahlung soll nun mit der Ausgabe neuer Aktien im Wert von 10,4 Milliarden Dollar ermöglicht werden, teilte Wells Fargo am Montagabend mit. Nach Abschluss der Transaktionen werde das Kernkapital (Tier 1) eine Quote von 6,2 Prozent erreichen, hieß es weiter.

Der Rettungsplan Tarp habe das Finanzsystem der Vereinigten Staaten „in einem Moment stabilisiert, in dem das Vertrauen in die weltweiten Finanzmärkte so stark auf die Probe gestellt wurde wie nie zuvor in unserer Geschichte“, sagte John Stumpf, der Vorstandsvorsitzende von Wells Fargo.

Die letzte Großbank löst sich

Wells Fargo ist die letzte amerikanische Großbank, die sich von den Staatshilfen löst. Nachdem sich Banken wie JP Morgan Chase, Morgan Stanley und Goldman Sachs bereits aus der Umklammerung des Staates befreit hatten, hatte die Citigroup, die schwer von der Finanzkrise getroffen worden war, gestern angekündigt, die Staatshilfen nun ebenfalls zurückzuzahlen. Zur Finanzierung will sie am Aktienmarkt insgesamt 20 Milliarden Dollar erzielen (siehe auch: Citigroup zahlt Staatshilfe zurück). Als letzte der großen Banken stand damit nur noch Wells Fargo aus. Mit der Auszahlung des Staates lösen sich die Banken von den Vorgaben, die die Regierung unter anderem für Bonuszahlungen an Manager gesetzt hatte.

Die Vereinigten Staaten machen nach den Worten von Finanzminister Timothy Geithner mittlerweile sogar einen gesunden Gewinn mit ihren Bankenhilfen. Mit den zuletzt angekündigten Rückzahlungen der Institute sei die Regierung auf gutem Weg, die eingesetzten Steuergelder um mehr als 75 Prozent zu reduzieren, erklärte Geithner am Montag in Washington. Einem Sprecher des Ministeriums zufolge summieren sich die Rückzahlungen inzwischen auf 185 Milliarden Dollar. 90 Milliarden Dollar würden alleine im Dezember ins Staatssäckel zurückfließen.

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