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Amerika genehmigt Übernahme : Kuka-Verkauf an Chinesen nimmt letzte Hürde

  • Aktualisiert am

Der Kuka-Roboter „Titan“ bei der Arbeit in Augsburg Bild: 20160714

Die amerikanischen Behörden haben zugestimmt. Der Übernahme von Kuka durch den chinesischen Midea-Konzern steht nichts mehr im Wege. Das Volumen des Deals kann sich sehen lassen.

          Der Weg für die bisher größte chinesische Firmenübernahme in Europa ist frei: Die amerikanischen Behörden haben dem Kauf des Augsburger Roboterbauers Kuka durch den chinesischen Hausgerätehersteller Midea nun zugestimmt, wie beide Unternehmen am Freitag mitteilten. Midea-Chef Fang Hongbo kündigte Investitionen in die künftige Tochter an, nannte aber keine Details. Nach Schätzung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY (Ernst&Young) beläuft sich das Volumen des Deals auf knapp 4,7 Milliarden Dollar.

          Kuka stellt Roboter für die Industrieproduktion her, Midea dagegen hat keine Erfahrung in der Automatisierung. Das Unternehmen fertigt bislang Klimaanlagen und Hausgeräte und ist in diesem Sektor nach eigenen Angaben Nummer eins in China. Die Zustimmung der amerikanischen Behörden war die letzte Hürde für die Übernahme gewesen. Kuka hatte zuvor als Bedingung sein Flugzeugindustrie-Geschäft in Amerika an ein amerikanisches Unternehmen verkauft, da die Regierung in Washington ihr Veto gegen einen Verkauf militärisch bedeutsamer Technologie an Chinesen eingelegt hatte.

          Die Kuka-Aktionäre sollen ihre Anteile dann im Laufe der ersten zwei Januarwochen an Midea abgeben. Das in der südchinesischen Provinz Guangdong nahe Hongkong ansässige Unternehmen wird anschließend knapp 95 Prozent der Kuka-Anteile halten. Abgesehen von Kuka hat Midea in diesem Jahr auch den italienischen Klimaanlagenhersteller Clivet übernommen.

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