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Bei Bremen : Amazon erwägt neues Logistikzentrum 

  • Aktualisiert am

So sieht es aus in Amazons Logistik-Zentren - hier in Hempstead in Britannien. Bild: Reuters

Der weltgrößte Internethändler expandiert auch in Deutschland, es geht um viele neue Stellen. Außerdem steht Amazon wohl kurz davor, eine neue Variante seiner künstlichen Beraterin vorzustellen.

          Der Internethändler Amazon plant ein neues Logistikzentrum in Achim nahe Bremen. Es könnten bis zu 2000 Arbeitsplätze entstehen, berichtet der „Weser-Kurier“.

          Knackpunkt könne aber die Infrastruktur werden: Möglicherweise hielten die vorhandenen Straßen der Mehrbelastung durch den Lieferverkehr eines Logistikunternehmens nicht stand. Die Stadtverwaltung und der Projektentwickler hätten die Pläne dem Stadtrat hinter verschlossenen Türen vorgestellt.

          In einem anderen Geschäftsbereich bringt Amazon derweil offenbar eine Produktneuheit auf den Weg. Das Unternehmen wolle das Angebot seiner vernetzten „Echo“-Lautsprecher um ein Modell mit Bildschirm erweitern. Auf dem Touchscreen mit sieben Zoll Display-Diagonale könnte die integrierte Assistentin Alexa zusätzliche Informationen bei Antworten auf Fragen des Besitzers zum Beispiel nach Wetter oder Verkehr anzeigen. Das Gerät könne noch an diesem Dienstag präsentiert werden
          und ab Juni in den Handel kommen, berichtet das „Wall Street Journal“.

          Alexa im Schlafzimmer

          Auf angeblichen geleakten Fotos des Geräts im Internet war so etwas wie eine modernere Version eines Radioweckers zu sehen. Der erste „Echo“-Lautsprecher - ein Überraschungserfolg von Amazon, der den Trend zum Einsatz digitaler Assistenten im Haushalt befeuerte - kommunizierte mit den Nutzern per Sprache. Dass Alexa künftig auch verstärkt visuelle Informationen geben soll, wurde bereits im Februar klar.

          Damals erweiterte Amazon die Software auf seinen Fernseh-Boxen und -Sticks so, dass neben der gesprochenen Antwort auch zusätzliche Informationen auf dem Fernsehbildschirm angezeigt werden. Das ist zum Beispiel die Wettervorhersage für die nächsten Tage.

          Kürzlich erweiterte der größte Online-Händler die
          „Echo“-Modellpalette auch um die Version „Look“ mit einer Kamera. Damit sollen Nutzer Fotos und Videos von ihrem Outfit aufnehmen können. Angesehen werden sie bisher über eine Begleit-App auf dem
          Smartphone. Die Software soll auch helfen, sich zwischen verschiedenen Kombinationen von Anziehsachen zu entscheiden.

          In dem Konkurrenzkampf digitaer Assistenten um die Gunst der Nutzer arbeitet Amazon daran, Alexa in möglichst viele Geräte verschiedener Hersteller zu bringen. Google versucht das gleiche mit seinem Google Assistant und brachte mit „Home“ auch einen eigenen vernetzten Lautsprecher auf den Markt. Apple integriert seine Assistentin Siri in alle Geräte des Konzerns. Und Microsoft brachte seine entsprechende Software Cortana in einem Lautsprecher des von Samsung übernommenen Hifi-Spezialisten Harman Kardon unter.

          Quelle: ala./dpa

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