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Amazons künstliche Intelligenz „Alexa“ steht bislang in Form des Lautsprechers „Echo“ auf dem Wohnzimmertisch. Bild: Helmut Fricke

Alexa wird mobil : Amazon baut eine Brille

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Google ist mit einer Datenbrille gescheitert – jetzt versucht es Amazon einmal mehr. Die neue Brille funktioniert ganz anders.

          Google ist mit seiner Datenbrille erst vor zwei Jahren gescheitert – jetzt probiert es Amazon offenbar mit einer neuen. Der Konzern arbeite an einer Brille, über die ihre Träger jederzeit mit Amazons künstlicher Intelligenz „Alexa“ sprechen könnten, berichtet die Financial Times. Der digitale Assistent „Alexa“ ist bislang zum Beispiel in Amazons Lautsprecher „Echo“ verbaut.

          Googles Brille „Glass“ war vor einigen Jahren gescheitert. Das Gerät projizierte Informationen direkt ins Auge und erlaubte es seinen Trägern, mit einem einfachen Kopfnicken Fotos und Filme aufzuzeichnen. Doch wer mit der Brille durch die Gegend lief, wurde oft schief angeguckt: die anderen Menschen hatten Angst um ihre Privatsphäre. Bald warnte sogar Google die Träger davor, zum „Glasshole“ zu werden, einer Kombination der englischen Wörter für „Brille“ und „Arschloch“. Anfang 2015 stoppte Google den Verkauf der Brille noch während der Tests. Sie lebt in einer neuen Version weiter als Werkzeug für Arbeiter in Fabriken und Lagerhäusern.

          Das ist die Brille von Google.

          Amazons Brille soll nun offenbar eher so aussehen wie eine ganz normale Brille. Laut dem Bericht soll es Töne über den Schädelknochen ins Ohr bringen, sodass der Träger Alexa hören kann, ohne einen Kopfhörer zu tragen.

          Mit der Brille hätte Amazon eine bessere Chance, Alexa für den mobilen Einsatz zu verbreiten. Bisher kann man Alexa nur mit Hilfe von Amazons Lautsprecher „Echo“ oder seiner Fernseh-Ergänzung „Fire TV“ auf Zuruf starten. Unterwegs muss der Nutzer extra die App auf dem Handy starten. Eine Brille würde dieses Problem für Amazon lösen – falls sie sich durchsetzt.

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