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„Alpha Ventus“ Erstes Windrad vor Borkum steht

15.07.2009 ·  In der deutschen Bucht ist die erste auf hoher See geplante Windkraftanlage errichtet worden. Die Anlage im geplanten Offshore-Windpark Alpha Ventus wurde 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum in der deutschen Nordsee fertiggestellt. Der Park soll Ende des Jahres in Betrieb gehen.

Von Andreas Mihm
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In der deutschen Bucht ist die erste auf Hoher See geplante Windkraftanlage errichtet worden. Die Anlage im geplanten Offshore-Windparks Alpha Ventus wurde am Mittwoch 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum in der deutschen Nordsee fertiggestellt. Das teilte das Betreiberkonsortium Deutsche Offshore-Testfeld und Infrastruktur GmbH (DOTI) aus den Energiekonzernen EWE, Eon und Vattenfall mit.

Der Park soll künftig 12 Anlagen mit einer Nennleistung von je 5 Megawatt umfassen; sie sollen bis zum Ende des Jahres in Betrieb gehen. Die Anlagen sind knapp 180 Meter hoch und gründen auf 45 Meter hohen Betonfundamenten. Alpha Ventus ist der erste Offshore-Windpark in deutschen Hoheitsgewässern.

Park soll Strommenge für etwa 50.000 Haushalte liefern

Die Investitionssumme für die Versuchsanlage liegt bei 250 Millionen Euro. Das sind 60 Millionen Euro mehr, als zunächst kalkuliert worden war. Wegen der steigenden Kosten hatte der Bund die Gebühr, die die Offshore-Erzeuger für das Einspeisen des Stroms in das Netz bekommen, von 9 auf 15 Cent je Kilowattstunde angehoben. Die Strommenge, die der Park jährlich produzieren wird, soll reichen, um 50.000 Haushalten zu versorgen.

Technische Probleme und widriges Wetter haben den Aufbau des Parks bereits erheblich verzögert. So sollten bereits August vergangenen Jahres die Betonfundamente in einer Wassertiefe von bis zu 30 Metern versenkt werden. Zu starker Wind hatte dies dann erst in diesem Frühjahr möglich gemacht. Das Seekabel, durch das der Strom an Land geleitet werden soll, liegt bereits.

Mehrere Großprojekte geplant

Windenergie auf hoher See gilt als vielversprechende Form erneuerbarer Energie. Befürworter machen geltend, dass der stärkere und stetige Wind die Effizienz der Anlagen erhöhe. Allerdings wird das Material in der rauen Nordsee und salzhaltigen Luft nicht gekannten Anforderungen unterworfen. Auch müssen die Auswirkungen auf die Umwelt erforscht werden.

Windkraft-Standorte an Land gelten als weitgehend ausgereizt, nur durch höhere Masten und größere Flügel könnte deren Stromausbeute gesteigert werden. Für die nächsten Jahre sind mehrere Großprojekte für Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee geplant.

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Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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