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Allianz Spekulation über Dresdner-Bank-Verkauf

17.07.2008 ·  Die Allianz steht offenbar kurz vor dem Verkauf der Dresdner Bank. Laut einem Medienbericht hat die Allianz den Aufsichtsrat der Dresdner Bank für Freitag zu einer außerordentlichen Sitzung einberufen. Dabei könnte der Verkauf der Dresdner beschlossen werden. Käufer sei wahrscheinlich die Commerzbank.

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Die Allianz hat den Aufsichtsrat der Dresdner Bank für Freitag zu einer außerordentlichen Sitzung einberufen und damit Spekulationen über den bevorstehenden Verkauf der Tochter angeheizt. Nach einem Bericht der „Börsenzeitung“ ist ein Verkaufsbeschluss zu erwarten; Käufer sei wahrscheinlich die Commerzbank. Aus Finanzkreisen verlautete allerdings, der Aufsichtsrat werde nur über eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat bei der Ausgliederung des Privat- und Firmenkundengeschäfts informiert.

Allianz, Banken und Gewerkschaften wollten den Zeitungsbericht nicht kommentieren. Die Aktien von Allianz und Commerzbank legten am Freitag kräftig zu.
Laut „Börsenzeitung“ ist am Freitag ein Beschluss der Allianz zum weitgehenden Ausstieg aus der Bank zu erwarten. Ob die Allianz nur das Privat- und Firmenkundengeschäft oder im Paket auch die angeschlagene Investmentsparte verkaufe, sei nicht bekannt. Wahrscheinlichster Partner sei die Commerzbank. Nach Verhandlungen der Allianz mit der spanischen Santander-Bank und anderen ausländischen Instituten habe die Allianz aber offenbar noch einen Plan B in der Schublade.

Die Allianz hatte die Dresdner Bank 2001 für rund 24 Milliarden Euro komplett übernommen. Heute schätzen Finanzexperten den Wert auf etwa 10 Milliarden. Die Investmentsparte Dresdner Kleinwort hatte im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben und das Ergebnis der gesamten Bank wie auch des Mutterkonzerns Allianz belastet.

Im März hatte die Allianz die Ausgliederung des Privat- und Firmenkundengeschäfts mit 14.000 Mitarbeitern bis Ende August angekündigt, um flexibler zu werden und „bei der Bankenkonsolidierung eine aktive Rolle spielen“ zu können. Vergangene Woche hatten Vorstand und Betriebsrat einen Interessenausgleich vereinbart, bei dem es unter anderem um den Kündigungsschutz bei der Abspaltung geht.

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